Anzahl der Unternehmensnachfolgen steigt weiter!
37.000 Unternehmen jährlich suchen einen Nachfolger!
186.000 Familienunternehmen werden im Zeitraum von 2026 bis 2030 die Nachfolge regeln
Die vorliegende aktuelle Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn schätzt , dass im Zeitraum von 2026 bis 2030 für etwa 186.000 Familienunternehmen die Herausforderung Unternehmensnachfolge relevant sein wird. Davon werden schätzungsweise knapp 3 Mio. Beschäftigte betroffen sein.
Zahl der Unternehmen steigt ständig weiter
Gegenüber dem Analysezeitraum 2018 - 2022 hat sich die Zahl der Unternehmen um mehr als 20% erhöht. Dabei gehören laut IfM fast die Häflte der Unternehmen zu den unternehmensbezogenen Dienstleistungen an, gefolgt vom produzierenden Gewerbe und dem Handel. Die überwiegende Zahl der Unternehmen, die ein Nachfolger in diesem Zeitraum suchen, haben einen Umsatz zwischen 250.000 und 2 Mio. € (fast 70%) haben.
Studie fokusiert auf übergabereife Unternehmen
In diese Studie werden die Unternehmen in den Vordergrund gestellt, die nach den Kriterien des IfM übergabereif sind. Das entscheidende Kriterium setzt an dem durchschnittlichen Jahreseinkommen eines Arbeitnehmers aus dem produzierenden Gewerbe inklusive der Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung an. Das liegt derzeit bei ca. 68.000 €. Es wird unterstellt, dass es für einen potentiellen Nachfolger nicht interessant ist, ein Unternehmen zu übernehmen und in die Selbstständigkeit zu wechseln, wenn er nicht mindestens dieses Einkommen erzielen kann.
Von den aktuell 3.224.000 Familienunternehmen in Deutschland sind laut der Ausarbeitung des Instituts 733.000 Unternehmen übergabewürdig, also aufgrund des Alters der Inhabenden in einer Phase, in der die Unternehmensnachfolge akut ist. Bei ca. 550.000 Unternehmen besteht demnach Handlungsbedarf an der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens als Grundvoraussetzung für eine erfolgreich Nachfolge.
Zu der Frage, ob es aufgrund der deutlich gestiegenen Anzahl der Unternehmen, die einen Nachfolger suchen, zu einer Nachfolgerlücke kommt, bezieht das IFM entgegen der vorherigen Studie keine Stellung. Die Erfahrungen der IHKs in Deutschland zeige weiterhin die Tendenz, dass in der Regel die Abgeber überwiegen. Grundsätzlich gilt aber auch, dass ein zukunftsfähiges Unternehmen seinen Nachfolger findet.
Details zu finden in der Nachfolgestudie vom IfM 2026-2030