Existenzgründung

DIHK-Gründerreport 2022

Unsicherheiten prägen das Gründungsgeschehen:

Berlin, 21.06.2022. Im Jahr 2021 hat das Interesse an einer Unternehmensgründung in Industrie, Handel und Dienstleistungsbranchen noch einmal merklich nachgelassen. Zwar haben etliche Gründerinnen und Gründer ihre Projekte aus dem Vorjahr nachgeholt. Aber unter dem Strich hat die Corona-Pandemie auch 2021 viel Dynamik ausgebremst, denn starke Einschränkungen der Geschäftstätigkeit trübten über längere Phasen die Aussichten für Neugründungen. Besonders für das Gastgewerbe und auch für den Handel vermelden die Industrie- und Handelskammern (IHKs) weniger Gründungsberatungen. Dementsprechend haben sich zehn Prozent weniger Gründerinnen und Gründer bei Ihrer IHK zur Existenzgründung in persönlichen Gesprächen informiert.

Im Einzelnen: Corona-Unsicherheiten trüben Gründungsaussichten

Aus ihrer täglichen Beratungspraxis heraus berichten die 79 IHKs zwar von merklichen Nachholeffekten – viele, die ihr Projekt im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Einschränkungen zurückgestellt haben, sind im Jahre 2021 an den Start gegangen. Allerdings überwogen auch im Jahr 2021 die dämpfenden Effekte der viel länger als erwartet andauernden Corona-Pandemie auf das Gründungsgeschehen. Viele IHKs berichten, dass Corona-bedingte Unsicherheiten weiterhin die Aussichten für viele Gründungsprojekte trübten. Auch war und ist es in den meisten Fällen schwierig, auf Basis der vergangenen zwei Jahre konkrete Pläne für die Zukunft aufzustellen. Dies führte zu einem erneut rückläufigen Interesse an Neugründungen.

Gegen den Trend: Mehr Teilnehmer an Gründungsveranstaltungen …

Einen Zuwachs gegen den Trend vermelden die IHKs beim Besuch ihrer Gründungsveranstaltungen, wie etwa Seminare zu bestimmten betriebswirtschaftlichen Themen wie Marketing oder Planrechnungen.

 … und mehr Interesse an Gründungen im Nebenerwerb

Ebenfalls gegen den Trend ist das Interesse an Gründungen im Nebenerwerb weiter gewachsen. Vier Prozent mehr Gründerinnen und Gründer wollten sich in der Coronabedingt wirtschaftlich unsicheren Zeit ein zweites berufliches und finanzielles Standbein aufbauen.
Regelmäßig finden Gründungsveranstaltungen in Form von Sprechtagen in Pforzheim und Nagold statt. Fragen zu diesem Thema können Sie gerne an die Gründungsberaterinnen der IHK Nordschwarzwald Rebekka Sanktjohanser unter der Tel. 07231 201-153 oder E-Mail sanktjohanser@pforzheim.ihk.de oder Anja Maisch unter der Tel.-Nr. 07231 201-154 oder E-Mail maisch@pforzheim.ihk.de stellen.
Insgesamt fußt der DIHK-Report Unternehmensgründung 2022 auf über 200.000 Kontakten aus dem IHK-Gründungsservice mit angehenden Unternehmerinnen und Unternehmern aus Einstiegsgesprächen, Beratungen, Gründungsveranstaltungen und Gründertagen. Im deutschsprachigen Raum ist keine andere Auswertung bekannt, die sich auf eine vergleichsweise hohe Zahl von Erfahrungen aus dem direkten Kontakt mit Gründer/innen stützt.