Iran-Krise lässt Ölpreise steigen
IHK: Preissprung trifft Betriebe am Niederrhein
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran hat den Rohölpreis in die Höhe schießen lassen. Der Iran hat die Straße von Hormus geschlossen. Schiffe mit Flüssiggas- und Öllieferungen können nicht passieren. Das spürt auch die Wirtschaft an Niederrhein, weiß Eric von Berg-Wallner, Leiter im Team Außenwirtschaft der Niederrheinischen IHK:
„Steigende Ölpreise treffen uns als Logistikregion im Kern. Unsere Unternehmen sind auf bezahlbaren Diesel und Sprit angewiesen. Auch andere Branchen wie Mineralöl und Chemie müssen sich nun auf schwierige Bedingungen einstellen. Gleichzeitig schwankt der Ölpreis seit Jahren stark. Die Unternehmen sind darauf eingestellt. Reserven gibt es sowohl bei den Betrieben, als auch im Hafen.
Aber: Experten vermuten, dass der Preis bis über 100 Dollar pro Barrel Rohöl ansteigen wird. Das ist enorm.
Der Preisschock kommt zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt: Unsere Wirtschaft steckt im sechsten Jahr der Rezession. Besonders Unternehmen mit hohem Energieverbrauch waren bisher schon stark unter Druck. Nun kommt der nächste Schlag. Deutschland braucht wettbewerbsfähige Energiepreise. Das zeigt sich jetzt mehr denn je.“
