Note: „Noch befriedigend"

Dinslaken muss Firmen fördern

Dinslaken punktet bei der Lebensqualität. Gleichzeitig zeigt eine IHK-Standortanalyse: Die städtische Verwaltung ist zu langsam. Das kostet die Unternehmen Zeit, Geld und Nerven. Bürgermeister Simon Panke und die Niederrheinische IHK tauschten sich darüber aus, wie es besser laufen kann.
„Dinslaken wird geschätzt wegen seiner Kultur- und Freizeitangebote. Das ist gut, um Fachkräfte anzulocken. Damit sollte die Stadt mehr werben, denn die Zahl der Beschäftigten wächst in Dinslaken langsam“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK. Die Gewerbesteuer pro Kopf ging zuletzt zurück. Bedeutet: Die Ertragskraft der Unternehmen ist gesunken. „Für seine Verwaltung bekommt Dinslaken eine Fünf. Die Kommunikation mit den Unternehmen läuft nicht rund. Die Stadt kann es den Betrieben leichter machen: Prozesse verschlanken und effizienter gestalten. Das kostet die Stadt kein Geld und kann vieles verbessern“, sagt Dr. Dietzfelbinger.
Haushalt am Limit – Betriebe auch
Dinslaken profitiert von der Altschuldenentlastung durch das Land. Trotzdem steht die Stadt finanziell unter Druck. Die Grundsteuererhöhung geht allerdings in die falsche Richtung, mahnt Dietzfelbinger: „Hohe Grundsteuern belasten auch die Betriebe. Dinslaken leistet sich bereits einen der höchsten Hebesätze für Gewerbesteuern am Niederrhein. Er liegt weit über dem NRW-Durchschnitt. Das ist für viele Unternehmen ein K.O.-Kriterium. Dann siedeln sie sich lieber woanders an. Wenn die Betriebe wachsen können, sprudeln auch die Erträge wieder.“
Bürgermeister Simon Panke erläutert: „Die IHK-Umfrage aus 2025 nehmen wir ernst. Für mich ist Wirtschaftsförderung Chefsache. Seit meinem Amtsantritt im November habe ich den direkten Austausch mit den Unternehmen intensiviert. Mit meinem Team will ich ein wirtschaftsfreundliches Klima schaffen, das Investitionen erleichtert, Innovationen fördert und Unternehmen ermutigt zu wachsen beziehungsweise sich bei uns anzusiedeln. Dazu dienen auch unser neues Netzwerktreffen und das derzeit in Aktualisierung befindliche Gewerbeflächenkonzept. Wir wollen als mittelstandsfreundliche Verwaltung Prozesse vereinfachen und Hürden abbauen.“
Die Standortanalyse basiert auf 441 Rückmeldungen von Unternehmen aus dem Sommer 2025.

Pressemitteilung vom 2. April 2026