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"Fokus Niedersachsen" mit Anregungen für mehr Gründungsinteresse

05. November 2019 - DIHK

In Niedersachsen wagten laut Statistischem Landesamt 2018 nur noch 46.314 Männer und Frauen den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit, das war nochmals ein Prozent weniger als im Vorjahr. Wie man die rückläufige Gründungsneigung wieder stärken könnte, beleuchtet der aktuelle "Fokus Niedersachsen".

In der neuen Ausgabe der Themenreihe begründet die Arbeitsgemeinschaft der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern (IHKN) die geringe Gründungsdynamik vor allem mit dem immer noch robusten Arbeitsmarkt. Gleichzeitig habe die schwächere Konjunktur dazu geführt, dass 2018 bereits zum zweiten Mal in Folge mehr Betriebe ihr Geschäft aufgaben als ein Jahr zuvor.

Die meisten Neugründungen – gut ein Drittel – entfielen 2018 in Niedersachsen auf den Dienstleistungsbereich, gefolgt von Handel, Bau- und Gastgewerbe. Stellt man den neu errichteten die aufgegebenen Geschäfte gegenüber, ist die Bilanz im Handel allerdings nur knapp positiv, im Gastgewerbe deutlich negativ.

Um Gründungen zu erleichtern, schlägt die IHKN vor,

  • die Wertschätzung des Unternehmertums besser zu verankern,
  • die Themen "Unternehmertum" und "Wirtschaft" in Lehrplänen von Schulen und Hochschulen zu berücksichtigen,
  • die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern,
  • Förderprogramme kritisch zu überprüfen und Anträge bürokratieärmer zu gestalten sowie
  • den Zugang zu Beteiligungskapital zu verbessern.

Sie finden die aktuelle Ausgabe von "Fokus Niedersachsen" und zusätzliche Infos zum Download auf der Website der IHKN.