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Afrika-Atlas weist attraktivste Investitionsstandorte aus

04. Dezember 2019 - DIHK

Legt man die Verlässlichkeit staatlicher Institutionen und die Bedeutung des Marktes als Kriterien an, empfehlen sich in Afrika insbesondere die Länder Mauritius und Südafrika für ein wirtschaftliches Engagement. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK).

Den "Afrika-Atlas für die bayerische Wirtschaft – Clusteranalyse des afrikanischen Kontinents" hatte der BIHK beim Münchener ifo-Institut in Auftrag gegeben, um insbesondere mittelständischen Unternehmen einen Überblick über die Chancen auf dem Kontinent zu vermitteln. Denn der wird als Absatz- und Beschaffungsregion immer bedeutender – nach Asien weist Afrika seit der Jahrtausendwende unter den Weltregionen das höchste Wirtschaftswachstum auf.

Auf 74 Seiten erläutern die Verfasser des Atlas zunächst die Methodik, die insbesondere die für das unternehmerische Handeln wichtigen institutionellen Faktoren und den Markt sowie die Marktgröße der 54 afrikanischen Staaten in den Blick nimmt. Anhand dieser zentralen Kenngrößen wurden sechs Cluster gebildet, unter denen nur drei generell positive Rahmenbedingungen aufweisen.

In der Top-Gruppe befinden sich Botswana, Ghana, Kenia, Mauritius, Marokko, Südafrika und Tunesien; als besonders ungeeignet für ein wirtschaftliches Engagement bewerteten die Wissenschaftler die Staaten Eritrea, Südsudan und Somalia. Zudem konstatieren sie, dass das "Einhalten international verbindlicher Standards bei der Lieferkette in einem Großteil der afrikanischen Länder nur mit einem spürbaren Mehraufwand möglich" sei.

Im Anhang der Analyse sind alle Länderprofile aufgeführt – von Algerien bis zur Zentralafrikanischen Republik.

Sie finden die aktuelle Studie zum kostenlosen Download auf der Website des BIHK.