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IHKN-Umfrage: Standards der Berufsausbildung schaffen Vertrauen

16. Juni 2017 - DIHK

In Niedersachsen herrscht großes Vertrauen in die Berufsausbildung; die Probleme bei der Besetzung offener Lehrstellen bestehen jedoch fort. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, deren Resultate die Industrie- und Handelskammern (IHKs) des Landes jetzt in einer neuen Ausgabe von "Fokus Niedersachsen" zusammengefasst haben.

An der Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft IHK Niedersachsen (IHKN) beteiligten sich knapp 1.000 Unternehmen. Gut 85 Prozent davon gaben zu Protokoll, dem IHK-Berufsabschlusszeugnis zu vertrauen, wenn es um die Einschätzung von Kompetenzen geht. Ähnlich gutes Ansehen genießen Zeugnisse über Abschlüsse der höheren Berufsbildung (74 Prozent) sowie IHK-Zertifikate (67 Prozent). Damit rangieren sie noch vor Hochschulabschlüssen (61 Prozent).

Das gute Image des Ausbildungssystems spiegelt sich auch in der guten Beziehung der Betriebe zu den Berufsschulen wider: Mit ihnen sind 88 Prozent der Probanden zufrieden oder sehr zufrieden.

Allerdings wünscht sich mehr als jeder zweite Umfrageteilnehmer Verbesserungen bei der Berufsorientierung in den Gymnasien und Realschulen sowie eine Verankerung der Berufsorientierung als verpflichtendes Element in der Lehrerausbildung. 43 Prozent der Unternehmen sind bereit, die Berufsorientierung durch mehr betriebliches Engagement und Kooperationen zu unterstützen, und 40 Prozent der Ausbildungsbetriebe erachten längere Schulpraktika als sinnvoll.

Dieser Einsatz wird nicht zuletzt deshalb für nötig gehalten, weil der Erhebung zufolge jeder dritte Betrieb in Niedersachsen zuletzt nicht alle Lehrstellen besetzen konnte.

Sie finden den neuen "Fokus Niedersachsen" mit weiteren Details auf der Website der IHKN.