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Der EU-Binnenmarkt – ein Erfolgsmodell für Bayern

15. Mai 2019 - DIHK

In welchem Umfang Bayern vom europäischen Binnenmarkt profitiert und wie dieses Instrument weiter gestärkt und noch besser genutzt werden kann, verdeutlicht jetzt eine vom Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) beauftragte Studie.

In der Analyse kommt das Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) unter anderem zu dem Ergebnis, dass der Freistaat durch den europäischen Binnenmarkt jedes Jahr eine zusätzliche Wertschöpfung in Höhe von rund 25 Milliarden Euro erwirtschaftet. Für die Beschäftigten bedeutet das eine Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens um vier Prozent.

Insgesamt gehen der Studie zufolge fast 60 Prozent aller bayerischen Exporte in andere Mitgliedstaaten der EU. Gleichzeitig sind mittel- und osteuropäische Staaten – vor allem Österreich und Tschechien – wichtige Herkunftsländer von günstigen Vorprodukten für Bayern. Diese "importierte Wettbewerbsfähigkeit" ermöglicht es etwa hiesigen Autobauern, die Herstellungskosten trotz hoher Löhne im Rahmen zu halten und so den Absatz auf Drittmärkten zu vereinfachen.

Die Dynamik des bayerischen Außenhandels lässt in den vergangenen Jahren aber nach; das gilt für den Handel sowohl innerhalb der EU als auch mit Drittstaaten. Das bevorstehende Ausscheiden des Vereinigten Königreiches aus dem europäischen Binnenmarkt wird nach den Prognosen des IfW erhebliche ökonomische Verluste mit sich bringen, die im Freistaat sogar stärker ausfallen dürften als in Gesamtdeutschland. In Summe sind demnach durch den Brexit rund 0,25 Prozent (1,25 Milliarden Euro) des bayerischen Bruttoinlandsproduktes gefährdet.

Sie finden die 38-seitige Studie "EU-Binnenmarkt: Ein Erfolgsmodell für Bayern" zum kostenlosen Download auf der Website des BIHK.