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Die Zukunft der bayerischen Automobilwirtschaft

08. Juli 2019 - DIHK

Die Automotive-Branche in Bayern gerät zunehmend unter Druck – vor allem wegen der für die kommenden fünf bis zehn Jahre erwarteten Abkehr vom Verbrennungsmotor. Zu diesem Schluss kommt eine von den Industrie- und Handelskammern (IHKs) des Freistaates beauftragte Studie.

Der Analyse des Münchener ifo-Institutes zufolge sind rund 137.000 Arbeitsplätze in der bayerischen Autoindustrie grundsätzlich vom anstehenden Technologiewandel betroffen – also mehr als jeder dritte Beschäftigte in der Branche. Allein bei den Zulieferern sind demnach bis zu 55.000 Jobs gefährdet.

Der Hintergrund: Die zulässigen EU-Emissionen für die Neuwagenflotten der Hersteller werden bis 2030 schrittweise so weit gesenkt, dass Neuwagen ab dann im Durchschnitt nicht mehr als 2,6 Liter Benzin oder 2,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen dürfen. Diese Zielmarke wird allein mit konventionellen Motoren kaum zu erreichen sein.

Auch die anstehende Revolution im autonomen und vernetzten Fahren, die derzeit vornehmlich von US-amerikanische Anbietern vorangetrieben wird, sorgt der Studie zufolge dafür, dass die Karten in der automobilen Wertschöpfung weltweit neu gemischt werden. In diesem Zusammenhang plädieren die Forscher für die Schaffung eines innovationsfreundlichen Regulierungsrahmens und die Klärung der Frage, wem die Daten aus dem Fahrzeugbetrieb gehören.

Zudem geht das ifo-Institut davon aus, dass sich der Trend zur Shared mobility – zumindest teilweise zulasten privater Fahrzeugkäufe – in den kommenden zehn bis zwölf Jahren deutlich verstärken wird.

Weitere Details und die Studie zum kostenlosen Download gibt es auf der Website der bayerischen IHKs.