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Hessische Berufsschulen und die Herausforderungen der Digitalisierung

22. August 2019 - DIHK

Die Umsetzung von Wirtschaft 4.0 erfordert von den Belegschaften erhebliche digitale Kompetenzen – und die müssen auch und gerade die berufsbildenden Schulen vermitteln. Inwieweit das in Hessen gelingt, haben die Industrie- und Handelskammern (IHKs) des Landes nun in einer Umfrage ermittelt.

Für die Erhebung waren alle hessischen Berufsschulen um eine Einschätzung des Status quo und ihrer Bedarfe gebeten. Das Ergebnis: Die Investitionslücke bei der Digitalisierung an den Berufsschulen in Hessen ist groß, ebenso wie der Wunsch nach Beratung. Die konkreten Anforderungen an Ausstattung und Unterstützung unterscheiden sich jedoch stark.

Konkret zeigten sich lediglich 17 Prozent der Berufsschulen mit ihrer aktuellen technischen Infrastruktur zufrieden. Besonders kritisch: Ein Drittel der Befragten gab an, nur über eine schlechte oder gar keine Internetanbindung zu verfügen; rund 55 Prozent haben eine schlechte oder gar keine WLAN-Infrastruktur.

Ebenfalls mehr als die Hälfte der Einrichtungen benötigen der Erhebung zufolge neue Maschinen und Geräte. Die Anforderungen reichen von PCs und 3D-Druckern bis hin zu Industrierobotern und Maschinen mit Steuerungs- und Automatisierungstechnik.

Besonders großen Informations- und Beratungsbedarf haben die Schulen bei der Erstellung digitaler Lehrinhalte. Hier wünschen sich zwei Drittel der Schulen externe Unterstützung. Rund die Hälfte der Schulen möchte auf einen Pool digitalisierter Lehrinhalte zurückgreifen können, 70 Prozent wollen die Inhalte selbst erarbeiten, 62 Prozent würden dies gern gemeinsam mit Ausbildungsunternehmen tun.

Weitere Details und die Ergebnisse zum Download gibt es auf der Website des Hessischen Industrie- und Handelskammertages.