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Fachkräftemangel in Nordrhein-Westfalen verschärft sich

10. Dezember 2018 - DIHK

Nordrhein-westfälischen Industrie-, Handel- und Dienstleistungsunternehmen fehlen aktuell rund 365.000 qualifizierte Mitarbeiter, bis zum Jahr 2030 sollen es etwa 738.000 sein. Zu diesem Ergebnis kommen die Industrie- und Handelskammern des Bundeslandes (IHK NRW) in ihrem "Fachkräftereport 2018".

Derzeit stehen Betrieben in Nordrhein-Westfalen circa 5.940.000 Fachkräfte zur Verfügung, Jobs gäbe es allerdings für 6.305.000 Mitarbeiter. Das bedeutet eine Lücke von heute 5,8 Prozent, die den IHK-Prognosen zufolge bis 2030 auf 13,5 Prozent anwachsen wird.

Treibende Kraft dieser Entwicklung ist der demografische Wandel: Immer kleinere Jahrgänge wachsen nach, während immer größere Kohorten den Arbeitsmarkt in Richtung Ruhestand verlassen. Die Engpässe haben in den vergangenen Jahren flächendeckend zugenommen und werden bis 2030 voraussichtlich alle Regionen des Landes betreffen.

Besonders häufig scheitern die Unternehmen bei der Suche nach beruflich qualifizierten Mitarbeitern: Diese machen aktuell 87 Prozent der Fachkräftelücke aus, in zwölf Jahren sollen es sogar 91 Prozent sein.

Allein in der Berufsgruppe "Erziehung und Soziales" werden nach der IHK-Analyse im Jahr 2030 rund 87.000 Fachkräfte fehlen. Auch Büro- und Sekretariatsberufe mit Ausbildungsabschluss sind stark betroffen: Für die Unternehmensorganisation beziffern die Autoren des Fachkräftereports die Lücke auf 63.000 Mitarbeiter, für das Personalwesen auf 33.000.

Sie finden den Fachkräftereport mit zahlreichen Infografiken und regionalen Ergebnissen auf der Website von IHK NRW.