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Dreidimensional in die Zukunft: "Fachkraft für 3D-Drucktechnologien (IHK)"

12. Juni 2018 - DIHK

Der 3D-Druck revolutioniert die industrielle Produktion: "Additive Manufacturing" ermöglicht Fertigungsprozesse, die bisher so nicht denkbar waren. In dieser digitalen Welt sind Kompetenzen jenseits von Drehen oder Fräsen gefordert – Kompetenzen, wie sie jetzt ein neuer Zertifikatslehrgang der Industrie- und Handelskammern (IHKs) vermittelt.

Während in der konventionellen Fertigung die gewünschten Bauteile durch Abtragen von Material entstehen, werden sie im 3D-Druck Schicht für Schicht dreidimensional und annähernd abfallfrei aufgebaut: Aus digitalen Daten entstehen haptische Bauteile aus Kunststoff und Metallpulvern unter optimaler Materialausnutzung zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, Automobilindustrie, im Werkzeugbau oder im Life-Style-Bereich.

Industrie 4.0 und 3D-Druck werden Logistikketten neu strukturieren. Insbesondere in der Ersatzteilversorgung der Luftfahrtindustrie hat dies durch dezentrale 3D-Drucker heute schon große Auswirkungen. Auch die angestrebte Losgröße 1 innerhalb von Industrie 4.0 wird mit dem 3D-Druck leichter erreichbar sein. Viele Einsatzmöglichkeiten der 3D-Drucktechnologie sind heute noch nicht abzusehen. Der 3D-Druckermarkt wächst zurzeit weltweit mit über 30 Prozent pro Jahr.

Von den Mitarbeitern erfordert diese Zukunftstechnologie nicht nur reichlich technisches Know-how, sondern auch neue Ansätze und Denkweisen, unter anderem ein anderes Vorstellungsvermögen. Doch ausgebildete 3D-Fachkräfte sind rar und sehr gesucht. Fachkräften, Meistern, Technikern, Ingenieuren oder Konstrukteuren, die sich für die neuen beruflichen Herausforderungen rüsten möchten, vermittelt der Zertifikatslehrgang "Fachkraft für 3D-Drucktechnologien (IHK)" die Fertigkeiten und Kenntnisse, die zu einer qualifizierten Auswahl und Anwendung geeigneter 3D-Drucktechnologien notwendig sind. Die Absolventen sind nicht nur Experten in den vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten von 3D-Druckverfahren, sondern sie verfügen auch über das erforderliche Know-how, um weitere Fertigungsoptionen zu erschließen.

In sechs aufeinander aufbauenden Modulen mit insgesamt 64 Lehrgangsstunden erlernen die Teilnehmer die Grundlagen additiver Produktionstechnologien. Sie erfahren, wie man mit 3D-Daten umgeht und was beim Design für den 3D-Druck oder bei der Nachbearbeitung zu beachten ist. Auch die Erstellung eines komplexen Funktionsmodells steht auf dem Lehrplan.

Entwickelt wurde der bundeseinheitliche IHK-Zertifikatslehrgang unter der Federführung des IHK-Bildungshauses der IHK Region Stuttgart und der DIHK-Bildungs-GmbH in Zusammenarbeit mit vielen weiteren Partnern aus der IHK-Organisation und der Praxis.

Mehr über das Konzept erfahren Sie bei der DIHK-Bildungs-GmbH. Ihr Ansprechpartner ist Stefan Lemanzyk, Telefon 0228 6205-167, E-Mail lemanzyk.stefan@wb.dihk.de.