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IHK-Kriminalitätsbarometer deckt hohe Dunkelziffer in Berlin und Brandenburg auf

11. September 2019 - DIHK

Die Unternehmen in Berlin und Brandenburg haben 2018 mehr als die Hälfte der erlittenen Straftaten – ausgenommen Einbruchdiebstahl – nicht an die Sicherheitsbehörden gemeldet. Das zeigt das aktuelle Kriminalitätsbarometer der Industrie- und Handelskammern (IHKs) Berlin, Cottbus, Ostbrandenburg und Potsdam.

Zwei Drittel aller Betriebe, die an der repräsentativen Dunkelfeldbefragung teilnahmen, waren im Jahr 2018 von Kriminalität betroffen. Diebstahl (von 34 Prozent der Befragten genannt) und Vandalismus mit Sachbeschädigung (30,5 Prozent) führen die Statistik an.

Während die Fallzahlen bei fast allen Deliktarten über die Jahre hinweg gleich geblieben oder sogar leicht gesunken sind, gibt es einen rasanten Anstieg bei der Cyberkriminalität: Hatten im Jahr 2010 noch knapp 12 Prozent der Unternehmer angegeben, Opfer eines Hackerangriffs geworden zu sein, waren es 2018 bereits 28,4 Prozent. Das Thema wird dabei von 60 Prozent der Befragten als bedrohlich oder sehr bedrohlich für das Unternehmen eingeschätzt.

Als beunruhigend bewerten die IHKs in Berlin-Brandenburg vor allem die hohe Dunkelziffer. So seien die offiziell angezeigten Taten nur die Spitze des Eisbergs. Die Unternehmen müssten deshalb nicht nur ein größeres Bewusstsein für die Gefahren in der digitalen Welt entwickeln und verstärkt eigene Schutzmaßnahmen errichten. Erforderlich seien auch "ein beherzteres Anzeigeverhalten und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden".

Die IHKs helfen mit Angeboten wie den IT-Sicherheitstagen oder der Sicherheitspartnerschaft mit dem Land Berlin.

Mehr Infos und das Kriminalitätsbarometer zum Download gibt es auf der Website der IHK Berlin.