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DIHK-Fachtagung zu OECD-Steuerplänen mit großer Resonanz  

DIHK-Fachtagung zu OECD-Steuerplänen mit großer Resonanz  

Der DIHK befasst sich aktiv mit den aktuellen Steuerplänen der OECD für eine neue internationale Unternehmensbesteuerung und hatte hierzu am 5.11.2020 eine Online-Fachtagung mit hochkarätigen Fachleuten aus Unternehmen, Wissenschaft und Politik veranstaltet.

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung von Geschäftsaktivitäten steht die internationale Besteuerung von Unternehmen vor einem Umbruch. Unter dem Dach der OECD beraten zurzeit 138 Staaten (Inclusive Framework) über weitreichende Reformen. Neben einer Neuverteilung von Besteuerungsrechten auf der Basis digitaler Wertschöpfung – in erster Linie hin zu Absatz- und Marktstaaten – wird auch eine globale Mindestbesteuerung für Unternehmen diskutiert. In einer Online-Fachtagung erläuterte der DIHK am 5.11.2020 die aktuellen Vorschläge zu dem sog. 2-Säulen-Modell (Pillar 1 und Pillar 2) mit dem Vorsitzenden des OECD-Steuerausschusses Martin Kreienbaum (BMF), den Professoren Wolfgang Schön (Max Planck Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen) und Johannes Becker (WWU Münster) sowie Sylvia Heckmeier (Merck KGaA) und Mathias Hildebrandt (vormals: ProSiebenSat1 Media SE, jetzt: Bauer Media AG), beide Mitglieder des DIHK-Finanz- und Steuerausschusses. Gemeinsam mit einer Vielzahl an Tagungsteilnehmern aus Unternehmen, Verwaltung und Politik wurden ausführlich die Auswirkungen auf die Betriebe und den Standort Deutschland diskutiert. 

Hinweis: Das Inclusive Framework wir voraussichtlich Mitte des Jahres 2021 einen konsolidierten Entwurf für ein international einheitliches Besteuerungsmodell veröffentlichen, der im Anschluss von den Staats- und Regierungschefs der 138 teilnehmenden Staaten (OECD-Staaten, BRICS-Staaten, Schwellen- und Entwicklungsländer) verabschiedet werden soll. Es damit zu rechnen, dass die neuen Regeln bereits 2023/24 in Kraft treten werden.