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Steuereinnahmen im Februar 2020 um 6,6 Prozent gestiegen

Steuereinnahmen im Februar 2020 um 6,6 Prozent gestiegen

Im Februar 2020 sind die Steuereinnahmen von Bund und Ländern um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Die Einnahmen aus den gemeinschaftlichen Steuern stiegen um 5,7 Prozent. Die Einnahmen aus den Bundessteuern lagen ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats (+9,9 Prozent). Die Einnahmen aus den Ländersteuern wiesen einen beträchtlichen Anstieg um 13,5 Prozent auf. Kumuliert sind die Steuereinnahmen in den ersten zwei Monaten des Jahres 2020 sehr kräftig um 7,1 Prozent gestiegen. Dann erreichte die Corona-Pandemie auch Deutschland.

Basis der guten Entwicklung der ersten zwei Monate waren vor allem deutlich höhere Einnahmen aus den Gemeinschaftssteuern als unmittelbare Folge der in diesem Zeitraum sehr guten Beschäftigungslage und steigender Einkommen. Neben der Lohnsteuer konnten im Februar auch die Steuern vom Umsatz eine hohe Zunahme im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnen. Sowohl bei der Körperschaftsteuer als auch bei der veranlagten Einkommensteuer ergaben sich aus der Veranlagung der Vorjahre Einnahmeverbesserungen. Die Einnahmen aus der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge stiegen – wie bereits im Januar 2020 – beträchtlich an. Kumuliert legten die Einnahmen aus den gemeinschaftlichen Steuern um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu.

Auch die Einnahmen aus den reinen Bundessteuern entwickelten sich in den ersten zwei Monaten 2020 mit einem Plus von insgesamt 9,8 Prozent außerordentlich.

Das weiterhin sprudelnde Aufkommen aus der Grunderwerbsteuer führte zusammen mit ebenfalls deutlich gestiegenen Einnahmen aus der Erbschaftsteuer zu deutlichen Mehreinnahmen bei den Ländersteuern (kumuliert: 11,8 Prozent).

Die Steuereinnahmen des Bundes nach Verrechnung von Bundesergänzungszuweisungen stiegen in den ersten zwei Monaten des Jahres 2020 um 9,1 Prozent. Ursächlich dafür ist vor allem der starke Rückgang der Eigenmittelabführungen aus dem Bundeshaushalt an die EU gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

Die Steuereinnahmen der Länder erhöhten sich nach Verrechnung der Bundesergänzungszuweisungen in den ersten zwei Monates des Jahres 2020 um 8,7 Prozent. Die Einnahmen der Gemeinden aus ihrem Anteil an den gemeinschaftlichen Steuern wuchsen in diesem Zeitraum um 7,2 Prozent.

Die Prä-Corona-Steuereinnahmen des Januars und Februars fußten auf einem besseren Start der deutschen Wirtschaft in das Jahr 2020 als erwartet. Nunmehr müssen alle staatlichen Ebenen mindestens kurzfristig mit deutlichen Rückgängen rechnen. Einen ersten Hinweis darauf wird die Steuerschätzung im Mai liefern.