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Die Entwicklung der Steuereinnahmen bis November 2020

Die Entwicklung der Steuereinnahmen bis November 2020

Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) sanken im November 2020 um 7,0 Prozent gegenüber dem November 2019. Das Aufkommen wurde u.a. beeinflusst durch die bis Jahresende gültige Absenkung der Mehrwertsteuersätze sowie geringerer Einnahmen in der Lohnsteuer durch einen Anstieg der Kurzarbeit.

Die Einnahmen aus den Gemeinschaftsteuern lagen insgesamt um 8,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, die der Bundessteuern gingen um 3,8 Prozent zurück. Die Einnahmen aus den Ländersteuern sind hingegen um 5,8 Prozent gestiegen. In den Monaten Januar bis November 2020 sank das Steueraufkommen insgesamt um 8,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. Die aktuelle Steuerschätzung prognostiziert für das Gesamtjahr 2020 einen Rückgang um 8,9 Prozent. Die Einnahmen aus den Gemeinschaftsteuern verringerten sich um 9,4 Prozent; das Aufkommen der Bundessteuern sank um 4,3 Prozent. Die Ländersteuern verzeichneten einen Einnahmezuwachs um 7,3 Prozent. 

Die Steuereinnahmen des Bundes nach Verrechnung von Bundesergänzungszuweisungen verzeichneten im November 2020 einen Rückgang um 31,0 Prozent gegenüber dem Ergebnis im November 2019. Hier kommt vor allem zum Tragen, dass der Bund aus den insgesamt deutlich geringeren Umsatzsteuereinnahmen außerdem einen höheren Anteil an die Länder zur Kompensation von Corona-Maßnahmen abgab. Neben den Steuern vom Umsatz trugen die gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich erhöhten EU-Eigenmittelabführungen zu dem starken Rückgang der Steuereinnahmen des Bundes bei (Spitzabrechnung für 2020). Zudem waren höhere Bundesergänzungszuweisungen gegenüber dem Vorjahresmonat November 2019 zu leisten. 

Die Länder verbuchten im November 2020 einen leichten Anstieg ihrer Steuereinnahmen (nach Bundesergänzungszuweisungen) um 1,9 Prozent. Einnahmen aus den Steuern vom Umsatz auf ungefähr Vorjahresniveau sowie ein deutliches Plus bei den Ländersteuern kompensieren die Verringerung des Lohnsteueraufkommens durch Kurzarbeit sowie der Wegfall der erhöhten Gewerbesteuerumlage.  

Die Einnahmen der Gemeinden aus ihrem Anteil an den Gemeinschaftsteuern verringerten sich um 1,2 Prozent.