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Änderungen bei der betrieblichen Altersvorsorge im Rahmen der Grundrente beschlossen

Änderungen bei der betrieblichen Altersvorsorge im Rahmen der Grundrente beschlossen

Der Deutsche Bundestag hat den ursprünglichen Regierungsentwurf zur Grundrente am 2. Juli 2020 verabschiedet. Im Gesetz sind auch Regelungen zur Förderung der betrieblichen Altersvorsorge enthalten. Die Förderbeträge für betriebliche Altersversorgung an geringverdienende Arbeitnehmer nach § 100 EStG wurden angehoben.

Im Gesetz zur Einführung einer Grundrente sind auch Regelungen zur Förderung der betrieblichen Altersvorsorge enthalten. Demnach wird die geltende monatliche Einkommensgrenze für den Förderbetrag zur betrieblichen Altersversorgung bei Geringverdienern nach § 100 EStG von 2.200 auf 2.575 Euro angehoben. Dies soll einen zusätzlichen Anreiz für den Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorge schaffen und gilt bereits ab 1. Januar 2020. Zudem wird der Förderbetrag selbst von höchstens 144 auf höchstens 288 Euro angehoben. Dadurch können Arbeitgeber höhere Beiträge in eine betriebliche Altersversorgung eines Geringverdieners einzahlen.

Zur Grundrente:

Ab 1. Januar 2021 profitieren rund 1,3 Millionen Rentner vom Grundrentenzuschlag. Die Bedingungen sind: der Rentner hat mindestens 33 Jahre gearbeitet und während dieser Zeit verpflichtend Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt sowie nur wenig verdient (über die gesamte Zeit höchstens 80 Prozent des Durchschnittsverdienstes im Jahr). Ob ein Anspruch auf Grundrente besteht, wird automatisch geprüft. Ein Antrag ist nicht erforderlich. Die Grundrente soll so zielgenau wie möglich ausgestaltet werden. Deshalb findet eine automatisierte Einkommensprüfung statt. Einkommen wird angerechnet, wenn es den Freibetrag von 1.250 Euro für Alleinlebende und 1.950 Euro für Paare übersteigt. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen. Kapitalerträge und ausländische Einkünfte werden ebenfalls angerechnet. Einkommen über 1.250 Euro (1.950 Euro bei Paaren) wird zu 60 Prozent, Einkommen über 1.600 Euro (2.300 Euro bei Paaren) wird voll angerechnet.