Bericht aus Brüssel

COVID-19: Schrittweise Lockerungen in den Bildungseinrichtungen der EU-Länder

Gemeinsame Schlussfolgerungen zur Bekämpfung der Krise im Bildungsbereich geplant

In ihrer dritten Videokonferenz seit Ausbruch von COVID-19 haben sich die EU-Bildungsminister am 18. Mai schwerpunktmäßig mit der schrittweisen Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen in den Mitgliedstaaten befasst.

 

 

Gesprächsthemen des informellen Austauschs waren insbesondere die Zeitpläne, hygienische, sanitäre und organisatorische Maßnahmen, die Organisation von Abschlussprüfungen und Hochschulzulassung, die Bedingungen für die Wiederaufnahme des Studiums im Wintersemester sowie die Möglichkeiten der Unterstützung von grenzüberschreitender Lernmobilität.

Die Mehrheit der Mitgliedstaaten plant derzeit zumindest in gewissem Umfang eine Wiedereröffnung ihrer Einrichtungen für frühkindliche Bildung und Betreuung und ihrer Schulen oder hat diese bereits vollzogen. Viele Länder haben zudem eine Notfall-Tagesbetreuung in Kitas angeboten und kehren nun allmählich zum regulären Betrieb zurück.

In den Schulen haben sich viele Mitgliedstaaten auf die Rückkehr zum Präsenzunterricht in den unteren und den Abschlussklassen konzentriert. Zudem wurde deutlich, dass sich alle EU-Länder um Lernmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen bemühen.

In einigen Mitgliedstaaten öffnen auch Hochschulen wieder, dies jedoch hauptsächlich für Aktivitäten, die eine physische Anwesenheit erfordern, wie zum Beispiel Praktika, Prüfungen oder Beratungen. Parallel dazu wird der Fernunterricht auf allen Ebenen der allgemeinen und Beruflichen Bildung fortgesetzt.

Angesichts der derzeit wegen Corona-Krise nicht möglichen Lernaufenthalte von Studenten, Auszubildenden und Schülern in einem anderen EU-Land unter dem EU-Bildungsprogramm ERASMUS+ diskutierten die Minister darüber, wie trotz der unterschiedlichen Zeitpläne und Ansätze bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen grenzüberschreitende Mobilität fortgesetzt beziehungsweise durch engere Zusammenarbeit erleichtert werden könnte.

Im Juni sollen im schriftlichen Verfahren Ratsschlussfolgerungen zur Bekämpfung von COVID-19 im Bildungsbereich und zum Thema "Europäische Lehrkräfte für die Zukunft" verabschiedet werden.

Barbara Fabian