Bericht aus Brüssel

Bessere Beschäftigungsfähigkeit: Digitale Kompetenzen durch Umschulung und Weiterbildung vermitteln

Schlussfolgerungen des Rates unterstreichen auch die Rolle von Industrie- und Handelskammern

Die EU-Arbeits- und Sozialminister haben sich im Juni bei ihrer Videokonferenz über die notwendigen Maßnahmen für den Arbeitsmarkt auf dem Weg aus der Corona-Krise ausgetauscht. Dazu verabschiedeten sie Schlussfolgerungen zum Thema Umschulung und Weiterbildung als Grundlage für eine verbesserte Beschäftigungsfähigkeit im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Erholung nach der Coronavirus-Pandemie.

Der Covid-19-Ausbruch habe verdeutlicht, welch entscheidende Rolle digitalen Fähigkeiten zukomme, wenn es darum geht, etwa durch Telearbeit den Geschäftsbetrieb von Unternehmen zu gewährleisten beziehungsweise ein Mindestmaß an sozialer Interaktion beizubehalten. Europa werde dafür sorgen müssen, dass die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und des lebenslangen Lernens entsprechende Möglichkeiten schaffen, die es erlauben, Arbeitnehmern aller Generationen geeignete Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln, die den aktuellen und künftigen Bedürfnissen des Arbeitsmarktes entsprechen.

In den Ratsschlussfolgerungen werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die nationalen Konjunkturprogramme einen strategischen Ansatz für die Umschulung und Weiterbildung sowie Maßnahmen zur Anpassung der allgemeinen und beruflichen Bildung auf der Grundlage der aus der Krise gewonnenen Erkenntnisse umfassen.

Zudem betonen die Arbeits- und Sozialminister in ihren Schlussfolgerungen auch die Notwendigkeit, relevante Wirtschaftsakteure wie Unternehmen und Industrie- und Handelskammern bei der Ermittlung von Qualifikationsmängeln und der Entwicklung von notwendigen Qualifikationsmaßnahmen und -angeboten einzubinden.

Barbara Fabian