23.11.2020

Niedersächsische Betriebe setzen in der Krise auf F&E

Wie steht es um die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft in Niedersachsen, und wie bewerten die Unternehmen die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung (F&E)? IHKN, die Arbeitsgemeinschaft von sieben Industrie- und Handelskammern des Bundeslandes, liefert in der aktuellen Ausgabe von "Fokus Niedersachsen" einen Überblick.

Als Datengrundlage für das Themenheft dienten eine IHKN-Kurzumfrage vom Sommer 2020 unter knapp 200 produzierenden Unternehmen und industrienahen Dienstleistern, aber auch der Innovationsindex 2018 des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg und verschiedene weitere Innovationsindikatoren.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Mehr als jedes vierte Unternehmen aus Niedersachsen hat seine Aktivitäten in Forschung und Entwicklung während der Covid-19-Pandemie erhöht. Gut 40 Prozent prognostizieren weitere Zunahmen.
  • 26 Prozent der Befragten beurteilen die staatlichen Rahmenbedingungen für ihre Innovationsaktivitäten als "schlecht", nur 12 Prozent vergeben ein "gut". Jeder sechste Betrieb geht zudem davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen in den kommenden Monaten weiter verschlechtern werden.
  • Sorgen bereitet jedem zweiten Befragten aktuell die Verfügbarkeit von Kapital für Innovationen. Für die Zukunft fürchtet jeder vierte Schwierigkeiten bei der Finanzierung.
  • Die Verfügbarkeit von Personal für Innovationen schätzt jeder zweite Betrieb als "gut" ein, knapp jeder vierte geht davon aus, dass sich die Verfügbarkeit von Personal für Innovationen noch verbessern wird.
  • Im Vergleich zu anderen europäischen Wirtschaftsregionen liegt Niedersachsen hinsichtlich seiner Innovationsfähigkeit im Spitzenfeld, deutschlandweit ist das Bundesland Mittelmaß. Innerhalb Niedersachsens sind die IHK-Bezirke Braunschweig, Hannover und Lüneburg-Wolfsburg besonders gut aufgestellt.

Sie finden die aktuelle "Fokus Niedersachsen"-Ausgabe "Staatliche Rahmenbedingungen wirken einschränkend" mit zahlreichen Infografiken zum kostenlosen Download auf der Website von IHKN.