01.12.2020

Gut jede zehnte Kommune in Niedersachsen erhöht die Gewerbesteuer

Im laufenden Jahr und damit überwiegend noch vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie haben fast 10,5 Prozent der niedersächsischen Städte und Gemeinden beschlossen, ihre Gewerbesteuer-Hebesätze zu erhöhen. Die in der Arbeitsgemeinschaft IHKN zusammengeschlossenen regionalen Industrie- und Handelskammern bieten jetzt einen Überblick.

Wie IHKN in der aktuellen Ausgabe von "Fokus Niedersachsen" darlegt, werden besonders hohe Hebesätze in und um die Städte Hannover und Braunschweig, in den Landkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg sowie im Umfeld von Hamburg und Bremen fällig. Eher geringe Sätze herrschen in der Region Weser-Ems vor.

Während insgesamt 99 der 944 betrachteten Kommunen weiter an der Gewerbesteuerschraube drehten, senkten 7 Städte und Gemeinden ihre Hebesätze, darunter die Stadt Wilhelmshaven. Der durchschnittliche Satz stieg 2020 mit 404 Prozent gegenüber 2019 um einen Prozentpunkt.

2019 – aus diesem Jahr stammen die aktuellsten verfügbaren Daten auf regionaler Ebene – lagen die Gewerbesteuereinnahmen in Niedersachsen bei 466,9 Euro pro Kopf und damit 47,5 Prozent über den Werten von 2010. Regional betrachtet erzielten dabei die Kommunen im Westen des Bundeslandes höhere Einkünfte als die ostniedersächsischen Gebietskörperschaften.

Sie finden die neue Ausgabe von "Fokus Niedersachsen" mit zahlreichen Karten und Infografiken zum kostenlosen Download auf der Website vonIHKN.