29.04.2021

Best-Practice aus Mittelfranken: Zum Corona-"Bürgertest" ins Unternehmen nebenan

Warum sollten Unternehmen, die ihre Belegschaften auf Corona testen,diesen Service nicht auch Dritten anbieten? In Mittelfranken führenviele Betriebe solche "Bürgertestungen" bereits durch. Mit derInitiative "Wirtschaft testet" will die Industrie- und Handelskammer(IHK) in Nürnberg diese Aktivitäten bündeln und ausweiten.

Dass Wirtschaft und Verwaltung beim Ausbau der Corona-Testangebote für die Allgemeinheit eng und erfolgreich zusammenarbeiten können, zeigt der Landkreis Roth: Dort sind bereits mehr als 70 Unternehmen gemäß Coronavirus-Testverordnung vom Gesundheitsamt beauftragt, "Bürgertestungen" durchzuführen – und die Angebote werden rege genutzt.

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken setzt sich jetzt dafür ein, dass das Konzept, das der Landkreis Roth und die Unternehmerfabrik Landkreis Roth entwickelt und umgesetzt hatten, auch in anderen Landkreisen eingeführt wird: Sie hat in einem Schreiben an alle Landräte und Oberbürgermeister in Mittelfranken die Initiative "Wirtschaft testet" vorgestellt und die Kooperation der IHK angeboten.

Und so funktioniert es: Die IHK berät die interessierten Unternehmen, sie klärt, ob die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind – dazu zählt unter anderem das Vorliegen eines Test- und Hygienekonzeptes –, sie erstellt eine Liste der geeigneten Betriebe und übergibt diese an das Gesundheitsamt. Dieses prüft dann die Unterlagen und klärt beim Ordnungsamt, ob die Teststelle in das regionale Konzept passt. Abschließend spricht das Gesundheitsamt die sogenannte "Beauftragung weiterer Dritter" aus und lässt damit die "Bürgertestung" im Testzentrum des jeweiligen Betriebs zu.

Interessiert? Umfassende Informationen zu der Initiative hat die IHK unter der Adresse www.ihk-nuernberg.de/wirtschaft-testet zusammengestellt.