Presse/Publikation

IHK-Umfrage: Unternehmen geben Schulnote 3,1 für Standort Mülheim

Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) hat zum Wirtschaftsgespräch (22. Juni 2026) nach Mülheim eingeladen.
Im Gespräch zwischen Wirtschaft und Politik, an dem auch Oberbürgermeister Marc Buchholz teilgenommen hat, wurden die Stärken und Schwächen des Standorts diskutiert. IHK-Geschäftsfeldleiterin Friederike Groß-Böcker moderierte den Abend, bei dem mehr als 30 Gäste dabei waren.
Schulnote 3,1 für den Standort Mülheim und hohe kommunale Kosten als besondere Last für Unternehmen
Die Umfrage der IHK nahm wirtschaftliche Faktoren in den Fokus, die für den Standort entscheidend sind. In der Gesamtnote vergaben die Unternehmen die Schulnote 3,1. „Vor zwei Jahren war die Beurteilung mit der Note 2,9 noch positiver. Besonders negativ fällt das Urteil bei den Grundsteuer- und Gewerbesteuerhebesätzen aus. Hier sehen wir einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für den Standort Mülheim. Denn hohe kommunale Kosten belasten die betroffenen Unternehmen und verringern die Standortqualität“, betont Groß-Böcker. „Hinzu kommt die Note ausreichend für die Dauer von Plan- und Genehmigungsverfahren. Nur mit einem konsequenten Bürokratieabbau können wir hier langfristig Verbesserungen erzielen. Ebenfalls signifikant ist die abnehmende Zufriedenheit beim Straßen- und Autobahnnetz: Von einer glatten 2,0 geht es runter auf eine 2,4.“
Gute Noten für Freizeitangebote und Verkehrsanbindungen
Naherholungs- und Freizeitangebote (Note 2,7) sowie die Verkehrsanbindungen an das Straßen- und Autobahnnetz (Note 2,4) erhalten positive Bewertungen von den Mülheimer Unternehmen. „Hier überzeugt der Standort und hat in den vergangenen Jahren erfolgreich an einigen wirtschaftspolitischen Stellschrauben gedreht“, resümiert Groß-Böcker.
Bei den drei wichtigsten Faktoren für die Ansiedlungsentscheidung eines Unternehmens ergab sich ein klares Bild:
  • Leistungsfähige Infrastruktur: 72%
  • Höhe der kommunalen Kosten: 69%
  • Verfügbarkeit von Fachkräften: 57%
„Die Anforderungen unserer Unternehmen sind eindeutig: Wirtschaft muss bezahlbar und erreichbar sein. Hier wünschen sich die Befragten in Mülheim steuerliche Entlastungen und eine leistungsfähige Infrastruktur“, fasst Groß-Böcker die Ergebnisse zusammen. „Hinzu kommt die Verfügbarkeit von Fachkräften als wichtiges Handlungsfeld. Denn der Kampf gegen den Fachkräftemangel beginnt mit guter Bildung. Hier ist die Stadt verantwortlich, gute Voraussetzungen dafür zu schaffen.“
Stand: 23. Juni 2026.