Presse/Publikation

IHK gegen geplante Bettensteuer in Oberhausen

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen spricht sich entschieden gegen die Einführung einer Bettensteuer in Oberhausen aus. Aus Sicht der regionalen Wirtschaft setzt eine solche Abgabe in Zeiten der wirtschaftlichen Stagnation ein falsches Signal an Wirtschaft, Gäste und Investoren. Die Folgen für Beherbergungsbetriebe: Mehr Wettbewerbsdruck und Bürokratie.
Zusätzlich zu einem erhöhten Preisdruck ist die Erhebung der Bettensteuer mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden – sowohl für die Unternehmen als auch für die Stadtverwaltung. „Die Einführung einer Bettensteuer setzt die Oberhausener Hotellerie unter einen unnötigen zusätzlichen Wettbewerbsdruck in einem Markt mit preissensiblen Kunden. Zudem steht sie im klaren Widerspruch zu den politischen Zielen des Bürokratieabbaus“, so Kerstin Groß, Hauptgeschäftsführerin der IHK. „Unsere Unternehmen müssen neue Prozesse einführen, Personal schulen und Systeme anpassen“.
Die Hotellerie gehört zu den Branchen, die in den vergangenen Jahren durch Pandemie, Energiepreissteigerungen und Fachkräftemangel unter Druck geraten ist. Eine Bettensteuer würde die Wettbewerbsfähigkeit der Oberhausener Betriebe weiter schwächen. Ein großer Teil der rund 600.000 Übernachtungen geht auf Gäste aus dem Ausland oder auf Geschäftskunden zurück. Gäste weichen gegebenenfalls auf die umliegenden Städte aus, die keine Beherbergungssteuer erheben, was zu Umsatzverlusten und geringerer Auslastung führt.
Oberhausen profitiert von erheblichen privaten Investitionen in Freizeit-, Erlebnis- und Veranstaltungsangebote. Die touristische Wertschöpfung ist vielschichtig. Finanzielle Mittel wie Gewerbesteuern, Eintrittsgelder und Gastronomiebesuche werden in nicht unerheblichem Maß durch die Tourismuswirtschaft ausgelöst.
Die IHK appelliert an die politischen Entscheidungsträger der Stadt Oberhausen, auf die Einführung einer Bettensteuer zu verzichten. Eine starke, wettbewerbsfähige Hotellerie ist ein zentraler Baustein für die Attraktivität des Standorts. „Wir brauchen Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschafts- und Tourismusstandorts und keine neuen Abgaben, die Investitionen bremsen und die Attraktivität der Region mindern“, fasst Kerstin Groß zusammen.