Presse/Publikation
IHK-Ausbildungsumfrage: Mehr Wohnraumangebote für Auszubildende
Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) hat die aktuellen Ergebnisse der Ausbildungsumfrage veröffentlicht.
Ein zentraler Punkt ist die Frage nach bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende. Hinzu kommen Stärken und Schwächen des Personalnachwuchs, zu dem die Unternehmen befragt wurden.
Wohnraum für Auszubildende als wichtige Stellschraube
Fast die Hälfte aller Befragten wünscht sich bessere Informationen und vereinfachteren Zugang zu finanziellen Hilfen für Auszubildende (z. B. Berufsausbildungsbeihilfe, Kindergeld, Wohngeld). Knapp ein Drittel plädiert für eine Erhöhung von finanziellen Hilfen für Auszubildende und 36 Prozent befürworten Programme zur Vermittlung von Wohnraum für Auszubildende. „Der Kampf gegen den Fachkräftemangel beginnt mit guter Bildung. Die Kommunen sind verantwortlich, gute Voraussetzungen dafür zu schaffen. Ein Faktor, der häufig unterschätzt wird, ist bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende. Hier sehen wir hohen Nachholbedarf“, betont der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Benedict Kerbstadt. „Wer frühzeitig in die Gewinnung, Qualifizierung und Bindung von Fachkräften investiert, handelt vorausschauend – zum Vorteil der Betriebe und des Wirtschaftsstandorts insgesamt.“
Beide Seiten profitieren voneinander
Die Unternehmen wurden ebenfalls zu den fachlichen Qualifikationen der Auszubildenden befragt. Steigerungspotenzial gibt es in den Bereichen mentale Leistungsfähigkeit, Ausdrucksvermögen und Belastbarkeit. Wiederum punkten können die Auszubildenden mit IT- und Medienkenntnissen, Teamfähigkeit, Umgangsformen sowie Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. „Betriebe und Auszubildende können enorm voneinander profitieren. Umso wichtiger ist, dass beide Seiten Engagement zeigen. Denn: Wer heute nicht ausbildet, steht morgen ohne Fachkräfte da“, so Kerbstadt.
Zufriedenheit mit gegenwärtiger Lage und wirtschaftlicher Entwicklung
Mit der gegenwärtigen Lage ist ein Großteil der befragten Unternehmen zufrieden. Jeweils mehr als ein Drittel bewertet die Lage als „gut“ und „befriedigend“. Jeder vierte Betrieb sieht zudem eine gute wirtschaftliche Entwicklung.
Vom 11. – 29. Mai 2026 lief die Ausbildungsumfrage, an der sich über 120 Unternehmen aus Mülheim a.d.R., Essen und Oberhausen beteiligt haben.
Stand: 28. Juli 2026.
