GESTIEGENES GRÜNDUNGSINTERESSE ABER ZAHLREICHE HEMMNISSE

DIHK-Report Unternehmensgründung 2026

Wie steht es um den Gründungsstandort Deutschland? Auf Basis von rund 200.000 Kontakten im IHK-Gründungsservice und fast 800 Antworten angehender Jungunternehmer stellt die DIHK ein gestiegenes Gründungsinteresse fest. Ein breit getragener unternehmerischer Aufbruch ist dies allerdings nicht.
Das Wichtigste in Kürze
  • Steigendes Interesse:
    Das Interesse an einer Unternehmensgründung in Industrie, Handel und den Dienstleistungsbranchen steigt; die IHKs melden deutliche Zuwächse bei Einstiegsgesprächen (plus 13 Prozent) und Gründungsberatungen (plus 15 Prozent).
  • Motivlage verschiebt sich:
    Der Plan, sich selbstständig zu machen, beruht allerdings häufig auf wirtschaftlichem Druck und dem Mangel von Erwerbsalternativen.
  • Mehr Lücken in den Konzepten:
    Die Qualität der Gründungskonzepte sinkt: Fast die Hälfte lässt kaufmännische Defizite erkennen, 44 Prozent der Gründenden haben die Finanzierung nicht gründlich durchdacht.
  • Gründen wird weiblicher:
    Der Anteil von Frauen in den IHK‑Gründungsberatungen bleibt mit 44 Prozent auf einem hohen Niveau und bestätigt damit einen langfristigen strukturellen Wandel im Gründungsgeschehen.
  • Zahlreiche Hemmnisse:
    Als größte Hürden nehmen Gründerinnen und Gründer die bürokratischen Belastungen und die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit hohen Kosten und Unsicherheiten wahr. Von der Politik wünschen sie sich vor allem Bürokratieabbau (73 Prozent) und ein einfacheres Steuerrecht (61 Prozent).
Gründerreport

Deutsche Industrie- und Handelskammer
Bereich Wirtschafts- und Finanzpolitik, Mittelstand
Berlin 2026