Wirtschaftspolitische Positionen

Innovation

Kooperationen sichern und ausbauen

Die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Sachsen-Anhalt wird bei rückläufiger Bevölkerung eine große Herausforderung für Unternehmen und Kommunen sein. Um dem zu begegnen, sollten Synergien zwischen Akteuren auf regionaler und kommunaler Ebene durch stärkere Kooperationen mit geeigneter staatlicher Unterstützung, u. a. mit ansässigen Forschungseinrichtungen, technologieoffen und branchenübergreifend ausgebaut werden.

Künstliche Intelligenz in die Anwendung bringen

Die Potenziale für den Einsatz von künstlicher Intelligenz sind enorm und werden weiter zunehmen. Um Sachsen-Anhalt als innovativen Wirtschafts- und KI-Standort voranzubringen ist es notwendig, passgenaue KI-Unterstützungsangebote für Unternehmen zu entwickeln und Beispiele von Einsatzmöglichkeiten in der regionalen Wirtschaft öffentlichkeitswirksam aufzuzeigen. Politik, Wissenschaft und Wirtschaft müssen gemeinsam die Hemmnisse, wie fehlende Akzeptanz von KI-Anwendungen oder nicht ausreichende Datenkompetenzen aus dem Weg räumen. Es sollten KI-Anlaufstellen für Unternehmen geschaffen werden, die über rechtliche Rahmenbedingungen, Dokumentationspflichten im Umgang mit Daten oder Test- und Experimentiermöglichkeiten informieren. Des Weiteren sollte die Landesregierung von Sachsen-Anhalt Daten des öffentlichen Sektors Unternehmen zugänglich zu machen, damit diese für neue KI-basierte Lösungen und Geschäftsmodelle genutzt werden können.

Landeseigene Förderrichtlinien schaffen


Im Zuge der neuen europäischen Förderperiode 2021-2027 hält die Wirtschaft es für zwingend geboten, dass die landesseitigen Förderrichtlinien zu den vorgesehenen Förderprogrammen zügig bereitgestellt, mit ausreichenden Mitteln ausgestattet und unbürokratisch ausgestaltet sind.

Technologietransfer Wirtschaft-Wissenschaft schärfen

Der Technologietransfer sollte stärker im Fokus der Hochschulen sowie der öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt stehen, die das Angebot privater FuE-Dienstleister ergänzen. Gerade für hiesige KMU, welche überwiegend keine eigene F&E-Abteilung vorhalten, sind wirtschaftsnahe Ansprechpartner zum Technologietransfer an den Hochschulen, den außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie den Industrie- und Handelskammern entscheidend, um Innovationen in den Unternehmen voranzutreiben. Diese Ansprechpartner können den Kontakt zwischen Unternehmen und Wissenschaft herstellen, Projekte initiieren, bei deren Durchführung unterstützen und den Schutz des geistigen Eigentums sichern. Die Landesregierung muss darüber hinaus das Besserstellungsverbot abschaffen und die Gleichbehandlung von öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt anstreben, um letzteren eine langfristige Perspektive am Markt zu ermöglichen. Darüber hinaus liegt im Aufbau von wirtschaftsgetragenen hochtechnologischen Demonstrations- und Innovationszentren großes Potenzial. Für den Aufbau ist jedoch eine staatliche Unterstützung notwendig.