Wirtschaftspolitische Positionen
Stadt-Umland-Magdeburg
Ein für alle Regionen verbindlicher und übergeordneter Grundsatz ist, dass der ländliche Raum gleichrangig mit den Oberzentren entwickelt werden muss. Das Ziel gleichwertiger Lebensbedingungen in allen Regionen darf nicht aufgegeben werden.
- Synergien nutzen
- Dialog zwischen Unternehmerschaft und Verwaltung fördern
- Wirtschaft in Planungen einbinden
- Vernetzung der Region
- Intelkooperation überregional und transparent gestalten
- Gleichbehandlung der Bestandsunternehmen
- Vision der Landeshauptstadt Magdeburg herausarbeiten
- Mobilität sichern (Verkehrswegekonzept MD und Umland)
- Radwegekonzept umsetzen
- Sicherheit in der Landeshauptstadt und den Landkreisen gewährleisten
- Netzinfrastruktur an aktuelle und zukünftige Bedarfe anpassen
Synergien nutzen
Regionale Kooperation bietet die Chance, den Erfahrungsaustausch zwischen den in der Region ansässigen Unternehmen zu fördern und die Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit, insbesondere im Hinblick auf das gemeinsame Standortmarketing zu erhöhen.
Dialog zwischen Unternehmerschaft und Verwaltung fördern
Eine optimierte und verbindliche Kommunikation zwischen Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung hat heute und zukünftig höchste Priorität. Eine mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung muss garantiert werden.
Wirtschaft in Planungen einbinden
Die Qualität kommunaler Planungen muss durch eine frühzeitige Beteiligung von und Informationsweitergabe an regionale Unternehmen verbessert werden.
Vernetzung der Region
Um ein erfolgreiches Standortmarketing betreiben zu können, muss die Vernetzung mit angrenzenden Regionen verbessert werden. Darüber hinaus sollte sich die Region als Resonanz-Region verstehen, in der sich Stadt und Land wechselseitig anregen und gegenseitig fördern. Kommunale Akteure benötigen hierfür aktive professionelle Wegbegleiter.
Intelkooperation überregional und transparent gestalten
Die Intel-Ansiedlung wird die kommenden Jahrzehnte die Wirtschaftsentwicklung der Region Magdeburg maßgeblich bestimmen. Ziel muss es sein, weitere Ansiedlungen aus dem Dienstleistungs- und Zuliefererspektrum an die Region Magdeburg zu binden. Daher ist es notwendig, eine regionale Kooperation und koordinierte Ansiedlungsstrategie zwischen den beteiligten Kommunen unter Federführung der Landesregierung zu entwickeln und transparent zu gestalten. Diese Ansiedlungsstrategie muss zum Ziel haben, die Potenziale der Region auszuschöpfen und Synergien zu schaffen. Zudem können dadurch Investitionen z. B. in internationale Schulen, Kitas, Schaffung von Wohnraum und verkehrstechnische Anbindungen besser zwischen den Akteuren koordiniert und effizienter gestaltet werden.
Gleichbehandlung der Bestandsunternehmen
Für die Wettbewerbsfähigkeit der Region sind die ansässigen Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Die Bestandssicherung und -entwicklung muss weiterhin oberste Priorität in der Region Magdeburg haben. Darüber hinaus sind Potenziale für eine gesteuerte und zukunftsweisende Ansiedlungspolitik weiterzuentwickeln. Es sind alle Anstrengungen seitens der Landeregierung zu unternehmen, die vorhandene Infrastruktur instand zu halten und weiter auszubauen. Innovationen und visionäre Entwicklungen von Bestandsunternehmen sind ebenso zu fördern, wie Maßnahmen, die durch
Neuansiedlungen ausgelöst werden.
Neuansiedlungen ausgelöst werden.
Vision der Landeshauptstadt Magdeburg herausarbeiten
In der Landeshauptstadt Magdeburg müssen die Voraussetzungen für eine gesunde Wirtschaftsentwicklung als Industrie-, Technologie- und Wissenschafts- sowie Tourismusstandort erhalten und ausgebaut werden. Ziel muss es sein, ein positives Wirtschafts-, Arbeits-, Lebens- und Investitionsklima zu schaffen. Unter Federführung der Landeshauptstadt Magdeburg ist eine greifbare Vision zu entwickeln. Diese Vision muss alle Besonderheiten und Vorzüge beinhalten, die die Stadt als liebens- und lebenswert herausstellen. Die Vision muss sich in allen Leitbildern der Landeshauptstadt Magdeburg wiederfinden.
Mobilität sichern (Verkehrswegekonzept MD und Umland)
Eine integrierte Stadt-Umland-Entwicklung der Region Magdeburg setzt eine gute Erreichbarkeit aller Teilräume voraus. Eine strategische Verkehrsplanung muss sich an den inner- und überregionalen Austauschbeziehungen und Verflechtungen ausrichten. Dabei ist die Erreichbarkeit von Gewerbestandorten in der Landeshauptstadt Magdeburg und in den Standorten Barleben und Osterweddingen gezielt zu verbessern. Die tatsächlichen Bedarfe der Unternehmen sind dabei zwingend zu beachten. Dabei sind alle Verkehrsträger gleichrangig zu berücksichtigen, um eine sichere, schnelle und komfortable Nutzung zu ermöglichen. Die Verkehrskonzepte sind zwischen der LH Magdeburg und den umliegenden Landkreisen auf die Belange der ansässigen Unternehmen abzustimmen. Zudem ist die Neuanbindung des geplanten High-Tech-Parks mit hoher Priorität voranzutreiben.
Radwegekonzept umsetzen
Um die Erreichbarkeit der Gewerbestandorte und Arbeitsorte im Einzugsbereich der Landeshauptstadt Magdeburg zu verbessern, ist die Radwegeinfrastruktur weiterzuentwickeln. Die von der Landeshauptstadt Magdeburg in einer Machbarkeitsstudie ermittelten Radschnellwegeverbindungen ins Umland sind dazu schnellstmöglich umzusetzen. Entsprechende finanzielle Mittel sind dafür bereitzustellen.
Sicherheit in der Landeshauptstadt und den Landkreisen gewährleisten
Alle relevanten Akteure, insbesondere Politik, Verwaltung und Polizei, müssen mit gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit beitragen (z.B. Bekämpfung von Ladendiebstählen, Raubüberfällen, illegalem Graffiti, Drogenhandel). Eine unmittelbare und konsequente Strafverfolgung jeglicher Kriminaldelikte ist durch die Behörden sicherzustellen. Seitens der Politik muss der Prävention von Strafdelikten eine hohe Priorität eingeräumt werden.
Netzinfrastruktur an aktuelle und zukünftige Bedarfe anpassen
Die regionale Energieversorgung muss sich auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen, insbesondere die zunehmenden Aktivitäten der Wirtschaft zur Neueinspeisung regenerativer Energien, einstellen. Investitionen der regionalen Unternehmen in diese Erzeugung scheitern aktuell an der unzureichenden lokalen Netzinfrastruktur (z.B. Magdeburg-Brückfeld-Cracau und Barleben). Die notwendigen Netzkapazitäten sind für Bestandsunternehmen und Neuansiedlungen zwingend prioritär bereitzustellen und auszubauen.