Landtagswahl 2026
starkes Bildungssystem
Die Unterrichtsversorgung liegt deutlich unter der Zielmarke von 103 Prozent.
Wie plant Ihre Partei diesen Mangel kurzfristig abzufedern und langfristig zu beheben – insbesondere an Sekundar- und Gemeinschaftsschulen?
Wie plant Ihre Partei diesen Mangel kurzfristig abzufedern und langfristig zu beheben – insbesondere an Sekundar- und Gemeinschaftsschulen?
AfD
Der Lehrermangel ist keine Ursache, sondern ein Symptom der Bildungskrise. Nicht weil Lehrer fehlen, haben wir eine Bildungskrise – sondern weil das Bildungssystem erodiert, fehlen Lehrer. Das eigentliche Problem ist, dass Unterricht zunehmend an Qualität verliert und die Schule mit nichtschulischen Aufgaben überfordert wird. Kurzfristig müssen Lehrkräfte entlastet und zurückgewonnen werden. Dazu gehören der Abbau bürokratischer Lasten sowie Anreize für pensionierte oder teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte, wieder verstärkt zu unterrichten. Langfristig muss die Attraktivität des Lehrerberufs deutlich steigen. Wir erreichen das vor allem, indem wir die Schule von allen nichtschulischen Aufgaben entlasten und Gewalt an Schulen konsequent und mit aller Härte bekämpfen. So schaffen wir ein ideales Lernumfeld, in dem Lehrer und Schüler sich auf das konzentrieren können, wozu die Schule da ist. Die Ausbildung von Grundschul-, Hauptschul- und Realschullehrern sollte zudem nicht ausschließlich an Universitäten erfolgen. Die universitäre Fachausbildung wird den spezifischen pädagogischen Anforderungen dieser Schulformen nur begrenzt gerecht. Daher sollte – analog zu anderen Bundesländern – eine pädagogische Hochschule eingerichtet werden, an der die Ausbildung dieser Lehrämter gebündelt erfolgt.
Bündnis 90/Die Grünen
Wir wollen, dass Schulen zu Orten werden, an denen Lehrkräfte gerne arbeiten und Schüler*innen gerne lernen. Damit das gelingt und wieder mehr junge Menschen Lehrkraft werden wollen, müssen die Arbeitsbedingungen von Lehrkräften verbessert werden. Dazu fordern wir:
• Den flächendeckenden Einsatz multiprofessioneller Teams aus Schulsozialarbeiter*innen, Schulpsycholog*innen, Gesundheitsexpert*innen sowie Verwaltungs- und IT-Fachkräften an allen Schulen. Um Lehrkräfte von unterrichtsfernen Aufgaben zu entlasten und damit diese sich besser auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können: das Unterrichten.
• Schulen baulich so anzupassen, dass für alle Lehrkräfte Arbeitsräume geschaffen werden können, damit diese dort ihre Aufgaben vor- und nachbereiten können, ohne auf das Homeoffice angewiesen zu sein.
• Finanzielle Anreize für Lehrkräfte und Seiteneintsteiger*innen zu schaffen, die in Mangelfächern oder in strukturschwachen Regionen unterrichten wollen.
• An Schulen Supervisionsangebote einzuführen, damit Lehrkräfte belastende Situationen professionell aufarbeiten, sich austauschen und Lösungen entwickeln können.
• Den flächendeckenden Einsatz multiprofessioneller Teams aus Schulsozialarbeiter*innen, Schulpsycholog*innen, Gesundheitsexpert*innen sowie Verwaltungs- und IT-Fachkräften an allen Schulen. Um Lehrkräfte von unterrichtsfernen Aufgaben zu entlasten und damit diese sich besser auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können: das Unterrichten.
• Schulen baulich so anzupassen, dass für alle Lehrkräfte Arbeitsräume geschaffen werden können, damit diese dort ihre Aufgaben vor- und nachbereiten können, ohne auf das Homeoffice angewiesen zu sein.
• Finanzielle Anreize für Lehrkräfte und Seiteneintsteiger*innen zu schaffen, die in Mangelfächern oder in strukturschwachen Regionen unterrichten wollen.
• An Schulen Supervisionsangebote einzuführen, damit Lehrkräfte belastende Situationen professionell aufarbeiten, sich austauschen und Lösungen entwickeln können.
BSW
Kurzfristig sollen Seiteneinsteiger stärker unterstützt werden. Das BSW setzt sich dafür ein, dass berufsbegleitende Qualifizierungs- und Umschulungsmöglichkeiten ausgebaut werden, damit mehr Fachkräfte den Einstieg in den Lehrerberuf schaffen. Langfristig braucht es attraktivere Studien- und Arbeitsbedingungen, eine stärkere Lehrerausbildung sowie gezielte Anreize für Schulen im ländlichen Raum.
CDU
Die Unterrichtsversorgung stellt uns angesichts des bundesweit spürbaren Fachkräftemangels – insbesondere im pädagogischen Bereich – vor große Herausforderungen. Kurzfristig setzen wir weiterhin darauf, zusätzliche Lehrkräfte über den Seiteneinstieg zu gewinnen, um akute Engpässe abzufedern, gerade an Sekundar- und Gemeinschaftsschulen sowie in ländlichen Bedarfsregionen.
Langfristig verfolgen wir einen mehrgleisigen Ansatz, den die aktuelle Koalition auf Initiative der CDU bereits angestoßen hat und den wir konsequent weiterverfolgen wollen. Dazu gehören die hohe Anzahl an Studienplätzen, die Einführung eines dualen Lehramtsstudiums sowie eine attraktivere Einstiegsvergütung für Grundschullehrkräfte. Ergänzend schaffen Zulagen für Stellen in Bedarfsregionen zusätzliche Anreize, um Lehrkräfte gezielt dorthin zu gewinnen, wo sie besonders gebraucht werden. Darüber hinaus wollen wir die Unterstützungsstrukturen an den Schulen weiter stärken, um Lehrkräfte im Alltag zu entlasten. Die bisherigen Erfahrungen mit Schulverwaltungs- und Digitalassistenten sind positiv, weshalb wir deren Einsatz möglichst fortführen und weiterentwickeln möchten.
Für die Lehrkräftebildung gilt aus unserer Sicht: Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Studienanfänger, sondern der tatsächliche Studienerfolg. Künftige Zielvereinbarungen mit den Hochschulen sollen daher stärker an den Bedarfen der Schulen ausgerichtet werden und die Zahl der Absolventinnen und Absolventen in den Blick nehmen. Gleichzeitig wollen wir Praxisphasen im Studium ausbauen und das Referendariat so weiterentwickeln, dass angeleitete Praxis, eigenverantwortlicher Unterricht und gezieltes Feedback stärker in den Mittelpunkt rücken.
Unser Ziel bleibt eine qualitativ hochwertige, grundständige Lehramtsausbildung mit erster und zweiter Staatsprüfung – verbunden mit modernen Ausbildungsstrukturen, die den Anforderungen des Lehrerberufs gerecht werden und langfristig für stabile Unterrichtsversorgung sorgen.
Langfristig verfolgen wir einen mehrgleisigen Ansatz, den die aktuelle Koalition auf Initiative der CDU bereits angestoßen hat und den wir konsequent weiterverfolgen wollen. Dazu gehören die hohe Anzahl an Studienplätzen, die Einführung eines dualen Lehramtsstudiums sowie eine attraktivere Einstiegsvergütung für Grundschullehrkräfte. Ergänzend schaffen Zulagen für Stellen in Bedarfsregionen zusätzliche Anreize, um Lehrkräfte gezielt dorthin zu gewinnen, wo sie besonders gebraucht werden. Darüber hinaus wollen wir die Unterstützungsstrukturen an den Schulen weiter stärken, um Lehrkräfte im Alltag zu entlasten. Die bisherigen Erfahrungen mit Schulverwaltungs- und Digitalassistenten sind positiv, weshalb wir deren Einsatz möglichst fortführen und weiterentwickeln möchten.
Für die Lehrkräftebildung gilt aus unserer Sicht: Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Studienanfänger, sondern der tatsächliche Studienerfolg. Künftige Zielvereinbarungen mit den Hochschulen sollen daher stärker an den Bedarfen der Schulen ausgerichtet werden und die Zahl der Absolventinnen und Absolventen in den Blick nehmen. Gleichzeitig wollen wir Praxisphasen im Studium ausbauen und das Referendariat so weiterentwickeln, dass angeleitete Praxis, eigenverantwortlicher Unterricht und gezieltes Feedback stärker in den Mittelpunkt rücken.
Unser Ziel bleibt eine qualitativ hochwertige, grundständige Lehramtsausbildung mit erster und zweiter Staatsprüfung – verbunden mit modernen Ausbildungsstrukturen, die den Anforderungen des Lehrerberufs gerecht werden und langfristig für stabile Unterrichtsversorgung sorgen.
FDP
Die FDP hat gemeinsam mit der Landesregierung durch den Ausbau der Studienplatzkapazitäten, die Vereinfachung von Seiteneinstiegen mit unterschiedlichsten Abschlüssen und der Einführung des dualen Lehramtsstudiums bereits in dieser Legislatur vielfältige Wege in den Schuldienst geebnet. Im Zuge dieser Angebotserweiterung sowie des demographischen Wandels ist bereits ab dem nächsten Schuljahr mit einer Entspannung des Lehrermangels, zunächst an den Grundschulen, zu rechnen. Wir wollen die geschaffenen Wege an die Schule ausbauen und neu strukturieren. Seiteneinsteiger sollen ein 1,5 jähriges Qualifikationsprogramm durchlaufen, in dem sie pädagogisch und individuell geschult werden. Wir wollen Zugänge in den Lehrerberuf für Erzieherinnen und Erzieher sowie für Personen mit Fachhochschulreife schaffen. Talent-Scouts sollen in Vereinen oder in der Jugendarbeit gezielt nach geeigneten Bewerbern für den Schuldienst suchen. Angehende Lehrkräfte, die bereits im
Rahmen ihres Studiums z.B. als Vertretungslehrkraft oder als Hilfskraft mit Schülerkontakt in einem Schülerlabor gearbeitet haben sollen ihre Erfahrung auf die Zeit des Referendariats angerechnet be-kommen.
Die Probleme mit der Unterrichtsversorgung in den letzten Jahren haben gezeigt, dass unser Schulsystem noch immer zu unflexibel auf plötzliche Personalbedarfe reagiert. Durch eine Stärkung der schulischen Eigenverantwortung wollen wir deshalb Verwaltungswege vereinfachen, indem Schulen be-stimmtes Personal künftig selber einstellen können. Lehrkräfte sollen sich voll und ganz auf das Unter-richten konzentrieren - Berichtspflichten und Zusatzaufgaben wie die IT-Administration werden entweder abgeschafft oder an geeignete Stellen ausgelagert.
Rahmen ihres Studiums z.B. als Vertretungslehrkraft oder als Hilfskraft mit Schülerkontakt in einem Schülerlabor gearbeitet haben sollen ihre Erfahrung auf die Zeit des Referendariats angerechnet be-kommen.
Die Probleme mit der Unterrichtsversorgung in den letzten Jahren haben gezeigt, dass unser Schulsystem noch immer zu unflexibel auf plötzliche Personalbedarfe reagiert. Durch eine Stärkung der schulischen Eigenverantwortung wollen wir deshalb Verwaltungswege vereinfachen, indem Schulen be-stimmtes Personal künftig selber einstellen können. Lehrkräfte sollen sich voll und ganz auf das Unter-richten konzentrieren - Berichtspflichten und Zusatzaufgaben wie die IT-Administration werden entweder abgeschafft oder an geeignete Stellen ausgelagert.
Die Linke
Kurzfristig sollen vor allem der berufspraktische Unterricht und andere Unterrichtsangebote im Bereich der Pflichtstundetafel durch geeignete Bildungsträger, die Steigerung der Attraktivität für eine Weiterbeschäftigung älterer Lehrkräfte und eine bessere Qualifikation von Lehrkräften im Seiteneinstieg zur Sicherung einer längeren Beschäftigung im Schuldienst für eine Verbesserung des Unterrichtsangebotes sorgen und Unterrichtsausfälle reduzieren. Außerdem soll der dauerhafte und erweiterte Einsatz von Pädagogischen Mitarbeiter*innen, Schulsozialarbeiter*innen und pädagogischen Unterrichtshilfen dazu beitragen, eine Fokussierung der Fachlehrkräfte auf die unterrichtliche Tätigkeit zu ermöglichen und die Effizienz des Unterrichtes insgesamt zu erhöhen. Um perspektivisch die Lehrkräftebildung besser planen zu können, sollen im Schulgesetz erstmals Mindestpersonalschlüssel festgelegt werden, die eine gesellschaftliche akzeptierte Personalausstattung der Schulen sicherstellen. Um diese Personalschlüssel auch erreichen zu können, sind grundlegende Reformen in der Lehrkräftebildung der beiden Universitäten erforderlich. Die Lehramtsausbildung soll im Bereich der allgemeinbildenden Schulen auf zwei Schulstufen (Lehramt für die Primarstufe und Lehramt für die Sekundarstufe) umgestellt werden. Die Erstsemesterplätze insbesondere an der OvGU sind bedarfsgerecht auszubauen, wobei dualen Studiengänge mit Landesbindung in Mangelbereichen besondere Bedeutung zukommt.
SPD
Eine verlässliche Unterrichtsversorgung ist Voraussetzung für Lernerfolg und Chancengerechtigkeit. Unterrichtsausfall darf daher nicht zur Normalität werden. Schulen brauchen Planungssicherheit, ausreichende Personalausstattung und pädagogische Spielräume. Unsere Grundschulen brauchen, je nach Situation, mehr Angebote zum Erlernen von Deutsch als Erst- wie auch als Zweitsprache. Zur Entlastung des Lehrpersonals wollen wir Seiteneinsteiger fördern sowie Schulsozialarbeiter, Schulpsychologen, förderpädagogische Fachkräfte und Fachkräfte für Verwaltung und digitale Ausstattung dauerhaft finanzieren. Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen erhalten gezielte sachliche und personelle Unterstützung.