Landtagswahl 2026
gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land
Welche konkreten Mobilitätskonzepte für den öffentlichen Personennahverkehr plant Ihre Partei für den ländlichen Raum? Wann sollen diese umgesetzt werden?
AfD
Der ländliche Raum kann nur leben, wenn er verkehrstechnisch angeschlossen ist. Infolgedessen werden wir schrittweise für ein flächendeckendes Angebot im öffentlichen Nahverkehr sorgen, statt Buslinien zu kürzen und Bahnhöfe zu schließen. Es steht für uns fest, dass in einem ländlich geprägten Bundesland wie Sachsen-Anhalt das Auto, in der Regel mit Verbrennungsmotor, auf absehbare Zeit das Verkehrsmittel Nummer 1 bleibt. Wir werden deshalb den Verkehr so autofahrerfreundlich wie möglich gestalten.
Bündnis 90/Die Grünen
Wir wollen ein verlässliches, flächendeckendes Mobilitätsnetz aus Bus, Bahn, Rad und ergänzenden flexiblen Angeboten. Wo klassische Linien wirtschaftlich schwer darstellbar sind, setzen wir auf On-Demand-Verkehre, Rufbusse, das DorfAuto und digitale Mitfahrangebote wollen wir fördern. Parallel wollen wir Bahnstrecken modernisieren, Bus- und Zugflotten elektrifizieren, bessere Anschlüsse schaffen und sichere Radwege zwischen Ortschaften ausbauen. Die Umsetzung soll schrittweise ab der kommenden Legislaturperiode starten, mit einem Fokus auf schnelle Verbesserungen im ÖPNV, mehr Geld für Radwege und mittelfristigen Investitionen in Schiene und Infrastruktur. Hierfür wollen wir auch die Kommunen direkt vor Ort stärken, indem wir finanzielle Mittel und Anreize für Fachpersonal wie bspw. Mobilitätsmanager*innen zur Verfügung stellen.
BSW
Der ÖPNV im ländlichen Raum muss verlässlicher, flexibler und besser mit Schule, Ausbildung, Arbeit, Gesundheit und Einkauf verbunden werden. Dazu gehören Rufbusse, Bürgerbusse, digitale Buchungssysteme, bessere Taktungen auf Hauptachsen sowie eine stärkere Verknüpfung von Bus, Bahn, Radverkehr und Mitnahmeangeboten. Kurzfristig sollten bestehende Angebote gesichert und besser koordiniert werden. Mittelfristig sollen kommunale Mobilitätskonzepte ausgebaut und gezielt gefördert werden. Gleichzeitig brauchen wir bezahlbare Mobilitätsangebote. Deshalb setzen wir uns insbesondere für vergünstigte Tarife für vulnerable Gruppen wie Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Senioren sowie Menschen mit geringem Einkommen ein.
CDU
Die CDU Sachsen-Anhalt will den ÖPNV im ländlichen Raum in der kommenden Legislaturperiode gezielt ausbauen und besser vernetzen. Unser Ziel ist ein modernes, verlässliches, bezahlbares und erreichbares Mobilitätsangebot für alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben. Dazu wollen wir den Sachsen-Anhalt-Takt weiterentwickeln, Busse und Bahnen verlässlicher machen und den Schienenpersonennahverkehr so stärken, dass alle Ober- und Mittelzentren zuverlässig miteinander verbunden sind.
Für den ländlichen Raum setzen wir nicht allein auf klassische Linienverkehre, sondern auf eine bessere Vernetzung von Bahn, Bus, Rufbus, Bürgerbus, Individualverkehr, Radverkehr und digitalen Buchungsmöglichkeiten. Das Deutschlandticket wollen wir erhalten, aber so weiterentwickeln, dass gerade die Menschen im ländlichen Raum stärker davon profitieren. Entscheidend ist, dass Mobilität alltagstauglich wird: für den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt, zum Einkauf und zu öffentlichen Einrichtungen.
Umgesetzt werden soll das schrittweise in der nächsten Wahlperiode: zunächst durch die Weiterentwicklung des Sachsen-Anhalt-Takts und des Bahn-Bus-Landesnetzes, anschließend durch regionale Ergänzungen mit flexiblen Bedienformen dort, wo ein dichter Linienverkehr wirtschaftlich oder demografisch nicht tragfähig ist. Unser Ziel ist kein Einheitsmodell, sondern passgenaue Mobilität für jede Region.
Für den ländlichen Raum setzen wir nicht allein auf klassische Linienverkehre, sondern auf eine bessere Vernetzung von Bahn, Bus, Rufbus, Bürgerbus, Individualverkehr, Radverkehr und digitalen Buchungsmöglichkeiten. Das Deutschlandticket wollen wir erhalten, aber so weiterentwickeln, dass gerade die Menschen im ländlichen Raum stärker davon profitieren. Entscheidend ist, dass Mobilität alltagstauglich wird: für den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt, zum Einkauf und zu öffentlichen Einrichtungen.
Umgesetzt werden soll das schrittweise in der nächsten Wahlperiode: zunächst durch die Weiterentwicklung des Sachsen-Anhalt-Takts und des Bahn-Bus-Landesnetzes, anschließend durch regionale Ergänzungen mit flexiblen Bedienformen dort, wo ein dichter Linienverkehr wirtschaftlich oder demografisch nicht tragfähig ist. Unser Ziel ist kein Einheitsmodell, sondern passgenaue Mobilität für jede Region.
FDP
Im ländlichen Raum wird die Mobilität auch weiterhin stark vom Individualverkehr geprägt sein. Unser Ansatz ist deshalb keine Politik gegen das Auto, sondern mehr Wahlmöglichkeiten durch Verbesserungen des Radverkehrs und des ÖPNV. Im ländlichen Raum geht es beim ÖPNV meist um den Straßenpersonennahverkehr (üblicherweise Busse), der in der Aufgabenträgerschaft der Kommunen organisiert wird. Konkrete Konzepte unterliegen insofern richtigerweise der kommunalen Selbstverwaltung, wobei das Land hier vor allem mit Zuschüssen unterstützt. Grundsätzlich setzen wir aber auch hier auf den technologischen Fortschritt, nicht zuletzt beim autonomen Fahren. Der Schienenpersonennahverkehr liegt hingegen in der Verantwortung des Landes. Hier wollen wir insbesondere die Idee des Schnittstellenprogramms weiterführen und -entwickeln. Bahnhöfe, gerade im ländlichen Raum werden dabei zu "Mobilitäts-Hubs" ausgebaut, die eine bessere Verzahnung des Busverkehrs und des Individualverkehrs - nicht zuletzt durch sichere Abstellmöglichkeiten für PKW und Fahrräder - mit dem Schienenverkehr erreichen.
Die Linke
Wir setzen auf ein multimodales Gesamtsystem mit drei Ebenen: Schiene als Rückgrat mit dem Sachsen-Anhalt-Takt bis 2029, flexible Zubringerdienste die die letzte Meile schließen und digitale Mobilitätsplattformen die alle Angebote verknüpfen. Konkret bedeutet das: On-Demand-Rufbusse in dünn besiedelten Räumen, Mobilitätsstationen an Bahnhöfen mit E-Bike- und Carsharing-Angeboten, Bürgerbus-Modelle in Gemeinden ohne ÖPNV-Anbindung und eine landesweite digitale Buchungsplattform die Schiene, Bus und flexible Angebote in einer Buchung verbindet. Finanzierung dauerhaft über Landesmittel – nicht projektbefristet.
SPD
Mobilität darf nicht vom Wohnort abhängen. Ziel ist eine Mobilitätsgarantie für alle Regionen. Wir wollen deswegen ein flächendeckend leistungsfähiges, bezahlbares und verlässliches Angebot von Bus und Bahn. Dazu gehört die Sicherung der bestehenden Straßenbahnnetze, die Förderung der Neuanschaffung von Straßenbahnen und Bussen sowie die Unterstützung der Städte und Kreise beim barrierefreien Ausbau von Haltestellen. Wir streben eine kostenlose Beförderung von Schülern, Auszubildenden und Freiwilligendienstleistenden an. Für einen funktionierenden ÖPNV braucht es attraktive Arbeitsbedingungen; dazu gehören Tarifverträge. Daher sind Leistungen im ÖPNV nur bei verbindlicher Anwendung der einschlägigen Tarifverträge durch alle Leistungserbringer zu vergeben. Den Schienenverkehr werden wir durch höhere Kapazitäten auf stark genutzten Regionalstrecken, die Sicherung bestehender Verbindungen wie der RB 20, die Reaktivierung stillgelegter Strecken sowie zusätzliche Haltepunkte gezielt stärken. Bahnhöfe werden zu leistungsfähigen Mobilitätsknoten weiterentwickelt – barrierefrei, sicher, mit Echtzeitinformationen, Park-&-Ride-Anlagen und guten Umsteigemöglichkeiten. Stilllegungen von Bahnstrecken lehnen wir ab.