Landtagswahl 2026
gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land
Wie plant Ihre Partei sicherzustellen, dass ländliche Regionen nicht abgehängt werden?
AfD
Der ländliche Raum darf nicht benachteiligt werden. Um als lebenswerter und zukunftsfähiger Ort zu bestehen, braucht der ländliche Raum eine gleichwertige Infrastruktur (Straßen, Internet, Mobilität), gezielte Ansiedlungsförderung für Gewerbe und Handwerk sowie eine Stärkung der Daseinsvorsorge (Schulen, Ärzte, Nahversorgung). Weiterhin müssen ländliche Regionen mittelbar durch eine neue Familienpolitik gefördert werden. Junge Familien neigen dazu, günstige Immobilien im ländlichen Raum zur Selbstnutzung zu erwerben. Solche Bestrebungen sind durch die Politik gezielt zu unterstützen.
Bündnis 90/Die Grünen
Die ersten beiden Fragen zum Thema “ gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land ” werden von Bündnis 90/Die Grünen zusammen beantwortet.
Wir wollen, dass ländliche Regionen in Sachsen-Anhalt gleichwertige Zukunftschancen erhalten, wirtschaftlich, sozial und infrastrukturell. Deshalb stärken wir gezielt regionale Wertschöpfung durch die Förderung regionaler Vermarktung, Hofläden, Regionalmärkte und lokaler Unternehmen sowie durch Investitionen in Tourismus, Kultur und erneuerbare Energien vor Ort. Gleichzeitig setzen wir auf den Erhalt und die Wiederbelebung von Ortskernen statt weiterer Zersiedelung: durch Flächenrecycling, die Revitalisierung leerstehender Gebäude, den Schutz historischer Bausubstanz und neue Nutzungskonzepte für Innenstädte und Dorfzentren. Auch Dorfgaststätten und Bürgerräte wollen wir stärken, um Engagement lokal zu verbessern und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Ergänzt wird das durch wohnortnahe Bildung, medizinische Versorgung, digitale Infrastruktur und kulturelle Angebote, damit Leben und Arbeiten im ländlichen Raum attraktiv bleiben. Dafür braucht es auch ein attraktives und verlässliches Verkehrsangebot.
BSW
Gleichwertige Lebensverhältnisse brauchen handlungsfähige Kommunen. Das BSW setzt sich deshalb für eine bessere finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden, eine Entlastung kommunaler Haushalte und die konsequente Anwendung des Bestellerprinzips ein. Wer Aufgaben überträgt, muss sie auch dauerhaft finanzieren.
Für ländliche Regionen sind zudem eine verlässliche Daseinsvorsorge, schnelle digitale Netze, gute Verkehrsanbindungen, medizinische Versorgung, Kinderbetreuung und wohnortnahe Bildungsangebote entscheidend. Öffentliche Infrastruktur muss auskömmlich finanziert und für alle Regionen erreichbar bleiben. Das entspricht auch den gewerkschaftlichen Forderungen nach einem handlungsfähigen Staat und gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land.
Für ländliche Regionen sind zudem eine verlässliche Daseinsvorsorge, schnelle digitale Netze, gute Verkehrsanbindungen, medizinische Versorgung, Kinderbetreuung und wohnortnahe Bildungsangebote entscheidend. Öffentliche Infrastruktur muss auskömmlich finanziert und für alle Regionen erreichbar bleiben. Das entspricht auch den gewerkschaftlichen Forderungen nach einem handlungsfähigen Staat und gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land.
CDU
Die CDU Sachsen-Anhalt will sicherstellen, dass ländliche Regionen nicht abgehängt werden, indem wir gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zum Maßstab unserer Politik machen. Kleine Städte und Gemeinden brauchen gute Arbeitsplätze, erreichbare Schulen, medizinische Versorgung, schnelle Netze, bezahlbare Mobilität und handlungsfähige Kommunen. Genau dort setzen wir an.
Wir wollen ein zukunftsfähiges Schulnetz im ländlichen Raum sichern, Lehrkräfte gezielt für Bedarfsregionen gewinnen und die berufliche Bildung stärker mit regionalen Unternehmen verzahnen. Gleichzeitig sichern wir die medizinische Versorgung durch mehr Studienplätze, Landarztquote, Förderprogramme für Praxisgründungen und -übernahmen, Telemedizin, Telenotarzt, Gemeindenotfallsanitäter und starke regionale Versorgungsnetzwerke.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Infrastruktur. Wir wollen letzte weiße Flecken bei Glasfaser und Mobilfunk schließen, den 5G-Ausbau gerade in Gewerbegebieten, Schulen und ländlichen Räumen vorantreiben und den ÖPNV so weiterentwickeln, dass auch Menschen außerhalb der großen Städte besser profitieren. Dazu gehören ein stärkerer Sachsen-Anhalt-Takt, verlässliche Bus- und Bahnangebote sowie die bessere Vernetzung von Individualverkehr, ÖPNV, Straße und Schiene.
Zugleich wollen wir Kommunen mehr Eigenverantwortung geben, Förderverfahren vereinfachen und regionale Wirtschaftskreisläufe stärken – vom Handwerk über Landwirtschaft und Mittelstand bis zu Tourismus und Kultur. Unser Ziel ist ein Sachsen-Anhalt, in dem Menschen auch außerhalb der Oberzentren gut leben, arbeiten, gründen und investieren können.
Wir wollen ein zukunftsfähiges Schulnetz im ländlichen Raum sichern, Lehrkräfte gezielt für Bedarfsregionen gewinnen und die berufliche Bildung stärker mit regionalen Unternehmen verzahnen. Gleichzeitig sichern wir die medizinische Versorgung durch mehr Studienplätze, Landarztquote, Förderprogramme für Praxisgründungen und -übernahmen, Telemedizin, Telenotarzt, Gemeindenotfallsanitäter und starke regionale Versorgungsnetzwerke.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Infrastruktur. Wir wollen letzte weiße Flecken bei Glasfaser und Mobilfunk schließen, den 5G-Ausbau gerade in Gewerbegebieten, Schulen und ländlichen Räumen vorantreiben und den ÖPNV so weiterentwickeln, dass auch Menschen außerhalb der großen Städte besser profitieren. Dazu gehören ein stärkerer Sachsen-Anhalt-Takt, verlässliche Bus- und Bahnangebote sowie die bessere Vernetzung von Individualverkehr, ÖPNV, Straße und Schiene.
Zugleich wollen wir Kommunen mehr Eigenverantwortung geben, Förderverfahren vereinfachen und regionale Wirtschaftskreisläufe stärken – vom Handwerk über Landwirtschaft und Mittelstand bis zu Tourismus und Kultur. Unser Ziel ist ein Sachsen-Anhalt, in dem Menschen auch außerhalb der Oberzentren gut leben, arbeiten, gründen und investieren können.
FDP
Ländliche Regionen brauchen konkrete Verbesserungen statt zentraler Vorgaben. Ein Erfolg der FDP ist die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten für automatisierte Dorfläden. Damit haben wir moderne Nahversorgung auch dort, wo klassische Supermärkte kaum noch wirtschaftlich sind und das flexibel, digital und auch außerhalb üblicher Öffnungszeiten, wie zum Beispiel sonntags. Daran wollen wir anknüpfen, mit mehr Glasfaser und Mobilfunk, digitaler Verwaltung, Telemedizin, flexiblen Mobilitätsangeboten und weniger Bürokratie für Betriebe vor Ort. Unser Ziel sind gleichwertige Chancen in Stadt und Land. Der ländliche Raum soll nicht abgehängt werden, sondern Zukunft erproben können.
Die Linke
Ländliche Regionen werden nicht durch Förderprojekte mit Ablaufdatum gerettet, sondern durch verlässliche strukturelle Investitionen: auskömmliche Kommunalfinanzierung, gesicherte Daseinsvorsorge und eine Infrastruktur, die Menschen echte Teilhabe ermöglicht – unabhängig davon, ob sie in Magdeburg oder der Altmark leben. Gleichwertige Lebensverhältnisse sind kein Standortmarketing, sondern soziales Grundrecht. Wer den ländlichen Raum stärken will, muss Kommunen die Mittel geben, Pflichtaufgaben zu erfüllen – nicht auf Projektförderung hoffen.
SPD
Gleichwertige Lebensverhältnisse bleiben die Leitlinie unseres Handelns. Nicht in jedem Dorf kann zwar das gleiche Angebot wie in der Stadt bestehen – der Zugang der Bürgerinnen und Bürger zu adäquaten Versorgungseinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten mindestens im nächsten größeren Ort muss aber gewährleistet sein. Einem guten Mobilitätskonzept und mobilen Angeboten messen wir dabei eine zentrale Bedeutung zu. Zudem müssen auch kleinere Kommunen die finanzielle Möglichkeit haben, aus eigener Kraft Projekte für die Bürgerinnen und Bürger umzusetzen. Dafür müssen die Regelungen zu Umsatz- und Gewerbesteuer neu geordnet werden.