IHK Magdeburg
IHK Magdeburg kritisiert weitere Verzögerungen und fordert Verlässlichkeit sowie gesicherte Finanzierung beim Bau der A14
Magdeburg, 17. Juni 2026. Die Industrie- und Handelskammer Magdeburg zeigt sich angesichts der erneut bekannt gewordenen Verzögerungen beim Lückenschluss der Autobahn A14 im nördlichen Sachsen‑Anhalt tief besorgt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Dahlenwarsleben und Wolmirstedt, dessen Fertigstellung sich auf unbestimmte Zeit verschiebt.
Klaus Olbricht, Präsident der IHK Magdeburg, erklärt: „Die A14 ist ein Schlüsselprojekt für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Regionen. Unsere Unternehmen brauchen endlich Planungssicherheit, eine klare Zeitschiene und vor allem ein verlässliches Bekenntnis zur Finanzierung durch den Bund.“
Die A14 ist für das nördliche Sachsen-Anhalts von herausragender Bedeutung. Insbesondere die Altmark zählt weiterhin zu den größten autobahnfreien Regionen Deutschlands. Der Lückenschluss der A14 ist ein zentraler Standortfaktor für die ansässigen Unternehmen. Er verbessert die Anbindung an nationale und internationale Wirtschaftsräume und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region.
Mit der Fertigstellung der A14 wird eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung geschaffen, die die Region direkt mit wichtigen Wirtschaftszentren sowie den Seehäfen verbindet. Dies ist eine grundlegende Voraussetzung für funktionierende Lieferketten, Investitionen und Wachstum. Bereits heute zeigt sich, dass eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ein entscheidender Treiber für wirtschaftliche Entwicklung, Fachkräftegewinnung und Unternehmensansiedlungen ist.
Vor diesem Hintergrund bewertet die IHK Magdeburg die wiederholten Verzögerungen als höchst problematisch. Für die Unternehmen in der Region führen unklare Zeitpläne und wiederkehrende Verschiebungen zu erheblichen Planungsunsicherheiten. Investitionsentscheidungen werden erschwert, Wettbewerbsnachteile verschärfen sich und das Vertrauen in die Umsetzungsfähigkeit großer Infrastrukturprojekte wird nachhaltig beeinträchtigt.
Die IHK Magdeburg fordert deshalb eine verlässliche und langfristig gesicherte Finanzierung des gesamten Projekts, eine konsequente Priorisierung des Lückenschlusses der A14 auf Bundesebene, eine deutliche Beschleunigung von Planungs- und Bauprozessen sowie eine transparente Kommunikation gegenüber Wirtschaft, Land und Öffentlichkeit.
André Rummel, Hauptgeschäftsführer der IHK Magdeburg, ergänzt: „Die wiederholten Verzögerungen beim Bau der A14 sind ein deutliches Signal, dass Prozess- und Finanzierungsstrukturen überprüft werden müssen. Für die Unternehmen im nördlichen Sachsen‑Anhalt ist der Lückenschluss kein optionales Projekt, sondern eine zentrale Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen. Bund und Projektverantwortliche stehen hier in der Pflicht, für Verlässlichkeit zu sorgen.“