Auszeichnung
IHK Magdeburg verleiht Forschungspreis 2025
Magdeburg, 5. Dezember 2025. Die Industrie- und Handelskammer Magdeburg hat am 4. Dezember 2025 den IHK-Forschungspreis 2025 verliehen. Diese Auszeichnung wurde im Rahmen der Vollversammlung der IHK Magdeburg an herausragende junge Forscherinnen und Forscher der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Hochschule Harz vergeben, die durch ihre Arbeiten bedeutende Impulse für Wissenschaft und Wirtschaft gesetzt haben.
Ralf Luther, Vizepräsident der IHK Magdeburg, betonte bei der Preisverleihung, dass der IHK-Forschungspreis bereits seit mehr als 20 Jahren eine Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft schlägt. Regionale Unternehmen profitieren von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, während Forschungseinrichtungen praxisnahe Fragestellungen und Anwendungsfelder aus der Wirtschaft erhalten. Auch in diesem Jahr hatte die Jury die Aufgabe, herausragende Arbeiten unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Bedeutung und der regionalen Relevanz für unsere Unternehmen zu bewerten.
Die Preisträger des IHK-Forschungspreises 2025 sind:
Noah Müller von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Institut für Chemie) für seine Forschungsarbeit „3D-cell phantom-experimental setup to assess thermal effects and cell viability of lung tumor cells after electroporation“
Im Rahmen der Forschungsarbeit wurde ein vitales 3D-Zellphantom auf Hydrogelbasis entwickelt, welches es Medizintechnikunternehmen ermöglicht, neue Geräte und Ablationstechniken zur Abtötung von Lungentumorzellen standardisiert und reproduzierbar zu testen – und das ohne Tierversuche. Die Studie zeigt, dass Elektroporation relevante thermische Nebenwirkungen auf Zellen hat, was bei der Geräteentwicklung berücksichtigt werden muss. Das Zellphantom bietet dafür eine realistische und ethisch vorteilhafte Testumgebung
Bernice Klotz von der Hochschule Magdeburg-Stendal (Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit) für ihre Bachelorarbeit „Temperaturabgesenkter Asphalt – eine Chance für Umwelt, Arbeitsschutz und Wirtschaft?“
Die Arbeit zeigt, dass temperaturabgesenkter Asphalt durch die Senkung der Misch- und Einbautemperaturen um 20–30 °C den Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß deutlich reduziert, die Einhaltung von Arbeitsschutzgrenzwerten erleichtert und trotz leicht höherer Materialkosten wirtschaftliche Vorteile bietet. Sie bewertet zudem Marktpotenziale, beschreibt Umsetzungsanforderungen und betont die Bedeutung von Akzeptanz, Qualitätssicherung und Schulungen.
Anjali Wankhede von der Hochschule Harz (Fachbereich Automatisierung und Information) für ihre Masterarbeit „Assessing the Viability of Home Energy Management Solutions in Germany: A Comprehensive Market Analysis and ROI Model.“
Die Arbeit zeigt, dass Home Energy Management Solutions (HEMS) durch die Kombination von Photovoltaik, Batteriespeichern und dynamischen Stromtarifen den Energieverbrauch optimieren, Kosten senken und den Eigenverbrauch steigern können. Modellbasierte Simulationen belegen, dass sich Investitionen in PV und Speicher unter aktuellen Förderbedingungen wirtschaftlich amortisieren und zusätzlich CO₂-Emissionen reduzieren.
Die Preisträger erhalten für ihre herausragenden Beiträge ein Preisgeld in Höhe von jeweils 2.000 Euro.