GTAI-Spezial
Neue Rollen für zivile Zulieferer
Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit der europäischen NATO-Staaten könnten nach Berechnungen der Strategieberatung EY-Parthenon jährlich rund 150 Milliarden Euro zusätzliche Wertschöpfung erzeugen. Rund 40 Milliarden Euro würden direkt auf die Rüstungsindustrie entfallen, weitere 75 Milliarden Euro auf Zulieferindustrien. Besonders der Maschinenbau, die Metallverarbeitung sowie die Technologie- und IT-Wirtschaft dürften davon profitieren.
Für deutsche Zulieferer, Technologieanbieter und spezialisierte Mittelständler ergeben sich neue Absatz- und Kooperationsmöglichkeiten. Der Einstieg in die Lieferketten der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist jedoch nicht leicht: Beschaffungswege, technische Anforderungen und industrielle Strukturen unterscheiden sich von Exportmarkt zu Exportmarkt. Kleinen und mittleren Unternehmen fehlt häufig der Überblick, wo ihre Kompetenzen gefragt sind und welche Partner für einen Markteinstieg infrage kommen.
Germany Trade & Invest ordnet wichtige europäische Herstellerländer anhand ihrer Produktionsprofile ein. Das GTAI-Clustermodell zeigt, welche Rolle einzelne Märkte im europäischen Produktionsökosystem spielen. Es unterstützt Unternehmen dabei, Marktstrukturen, industrielle Schwerpunkte und mögliche Kooperationsansätze zu identifizieren.
Quelle: Germany Trade & Invest (GTAI)