Umfrage zur US-Zollpolitik

USA: Going International 2026

US-Zollpolitik belastet deutsche Unternehmen enorm

Die USA sind der wichtigste Exportmarkt für deutsche Unternehmen. Doch ausgerechnet die Wirtschaftsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten haben enorm an Verlässlichkeit verloren. Die Folgen für die deutsche Wirtschaft beleuchtet eine Sonderauswertung der DIHK-Umfrage "Going International 2026".
Im Rahmen der "Going International"-Umfrage unter 2.400 Unternehmen hat die DIHK die Betriebe im Februar speziell nach den Folgen der handelspolitischen Spannungen mit den USA gefragt. Das Ergebnis: Die Belastungen im Verhältnis zu diesem zentralen Handels-partner sind erheblich.
Dabei macht den Befragten vor allem die Handelspolitik der US-Administration zu schaffen: Nach den verschiedenen unterschiedlichen Zoll-Ankündigungen sind die Rahmenbedingungen im Geschäft mit den Vereinigten Staaten für die deutschen Unternehmen unkalkulierbar geworden, zumal im Februar der US Supreme Court eine der zentralen Rechtsgrundlagen der US‑Zollpolitik für illegal erklärt hat. Die Konsequenzen sind noch nicht absehbar.

Verhaltene Geschäftsaussichten

Vor diesem Hintergrund blicken die Unternehmen pessimistisch auf die Zukunft ihres US-Engagements: 43 Prozent erwarten hier im Jahr 2026 schlechtere Geschäfte. Immerhin 16 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung des US-Geschäfts, das liegt in der weltweiten Betrachtung im unteren Mittelfeld.

Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)