Energiepreise

Umlagen für 2022 bekannt gegeben

Wie jedes Jahr werden im Oktober die Umlagen veröffentlicht.
Die EEG-Umlage sinkt von 6,5 auf 3,723 Cent/kWh. Der hohe Rückgang begründet sich in den aktuell sehr hohen Börsenstrompreisen und den Bundeszuschüssen.  
Die KWK-Umlage steigt von 0,254 auf 0,378 Cent/kWh. Der Umlagebetrag beläuft sich auf 1,337 Mrd. Euro und bleibt damit unter dem gesetzlichen Deckel von 1,8 Mrd. Euro. Rabatt gibt es nur für Unternehmen, die die Besondere Ausgleichsregelung des EEG in Anspruch nehmen. Mit der Umlage werden die Förderkosten von KWK-Anlagen bezahlt.
Die §19-StromNEV-Umlage steigt leicht von 0,432 auf 0,437 Cent/kWh. Insgesamt werden 1,221 Mrd. Euro auf die Stromverbraucher gewälzt. Die Umlage ist trotz des geringeren Umlagebetrags höher als die KWK-Umlage, da hier breitere Entlastungstatbestände greifen. So können alle Unternehmen mit einem Stromverbrauch von mehr als 1 GWh Entlastungen in Anspruch nehmen. Mit der Umlage werden den Netzbetreibern entgangene Einnahmen aus den Sondernetzentgelten ausgeglichen. Der Betrag bei der Atypik beläuft sich auf ca. 300 Mio. Euro (§ 19 Absatz 2 Satz 1 StromNEV) und bei der sog. Bandlast (§ 19 Absatz 2 Satz 2 und3 StromNEV) auf rund 965 Mio. Euro. 
Die AbLaV-Umlage bleibt mit Abstand die kleinste Umlage und sinkt von 0.009 auf 0,003 Cent/kWh. Die Kosten für die Bereitstellung und die Abschaltung der Last werden über die Abschaltbare Lasten-Umlage gedeckt müssen von allen Stromverbrauchern in voller Höhe entrichten werden.
Offshore-Netzumlage steigt von 0,395 auf 0,419 Cent/kWh. Mit den Einnahmen aus der Offshore-Netzumlage werden die entsprechenden Kosten aus Entschädigungen bei Störungen oder Verzögerung der Anbindung von Offshore-Anlagen sowie die Kosten aus der Errichtung und dem Betrieb der Offshore-Anbindungsleitungen gedeckt.
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