Öko-Design: Drei neue öffentliche Konsultationen im Bereich Möbel und Stahl

Bis zum 29. Juni 2026 bzw. 12. August 2026 laufen drei zentrale Konsultationen im Bereich Ökodesign – zwei im Möbelsektor und eine im Bereich Eisen und Stahl. Unternehmen und Stakeholder sind eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen und zukünftige EU-Anforderungen aktiv mitzugestalten.

Konsultationen im Möbelsektor

Im Rahmen der neuen Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) wurde eine erste Stakeholder-Konsultation zu möglichen Ökodesign-Anforderungen für Möbel gestartet. Ziel ist es, fundierte technische, ökologische und sozioökonomische Erkenntnisse für die künftige Regulierung zu gewinnen. Die Konsultation ist Teil einer umfassenden Vorbereitungsstudie und Folgenabschätzung. Auch die Entwicklung eines Digitalen Produktpasses für Möbel soll durch die Konsultation unterstützt werden.
Betroffene Unternehmen sollten den Fragebogen bis 29. Juni 2026 ausfüllen und an eco-furniture@trinomics.eu senden.
Mit gleicher Frist läuft eine zweite Konsultation zur Überarbeitung der EU-Umweltzeichen-Kriterien (EU Ecolabel) für Möbel. Die Kriterien werden laut Kommission unter Berücksichtigung von Gesetzen, Marktentwicklungen, technischen Normen und Umweltaspekten aus einer Lebenszyklusperspektive, Gesundheits- und Sicherheitsaspekten sowie sozialen Aspekten überarbeitet.
Zudem besteht die Möglichkeit, sich als Stakeholder zu registrieren, um über weitere Entwicklungen und Beteiligungsformate informiert zu werden.

Konsultation im Stahlsektor

Zusätzlich wurde eine Konsultation zur nachhaltigen Gestaltung von Stahl- und Eisenprodukten im Kontext des EU Clean Industrial Deal sowie des Aktionsplans für Stahl und Metalle gestartet.
Im Fokus der Initiative stehen:
  • die Definition von kohlenstoffarmem Stahl,
  • die Entwicklung von Ökodesign-Anforderungen zur Förderung nachhaltiger und zirkulärer Produkte,
  • die Verbesserung der Transparenz hinsichtlich Nachhaltigkeit und Produktionsmethoden.
Die Maßnahmen werden durch gesetzliche Initiativen wie den geplanten „Industrial Accelerator Act“ flankiert, der unter anderem Anforderungen an CO₂-arme Materialien in der öffentlichen Beschaffung vorsieht.
Auch für Eisen und Stahl besteht die Möglichkeit, sich als Stakeholder zu registrieren, um über weitere Entwicklungen informiert zu werden.
Frist zur Teilnahme: 12. August 2026
(Quelle DIHK)