Fachkräfte
INQA-Coaching – geförderte Beratung für eine zukunftsfähige Arbeitswelt
Digitalisierung, Fachkräftemangel und veränderte Arbeitsprozesse stellen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen vor neue Herausforderungen. INQA-Coaching unterstützt Unternehmen dabei, passende Lösungen für diese Veränderungen zu entwickeln und gemeinsam mit ihren Beschäftigten nachhaltig im Betrieb umzusetzen.
Das Beratungsprogramm der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen personalpolitische und arbeitsorganisatorische Veränderungsprozesse im Zusammenhang mit der digitalen Transformation. Dabei werden keine vorgefertigten Lösungen eingeführt: Gemeinsam mit einem autorisierten INQA-Coach entwickeln Unternehmen mithilfe agiler Methoden Lösungen, die zu ihren konkreten Herausforderungen und betrieblichen Strukturen passen.
Welche Vorteile bietet INQA-Coaching?
Unternehmen können das Coaching für unterschiedliche betriebliche Fragestellungen nutzen. Dazu gehören beispielsweise:
- Digitalisierung voranbringen: Digitale Tools auswählen und einführen sowie digitale Arbeitsweisen im Unternehmen etablieren.
- Prozesse effizienter gestalten: Arbeitsabläufe überprüfen, Schnittstellen verbessern, Doppelarbeiten reduzieren und Prozesse automatisieren.
- Fachkräfte gewinnen und binden: Recruiting-Prozesse weiterentwickeln, die Arbeitgeberattraktivität erhöhen und Maßnahmen zur Fachkräftesicherung erarbeiten.
- Führung und Zusammenarbeit verbessern: Führungskräfte und Beschäftigte stärker in Veränderungsprozesse einbeziehen sowie Kommunikation und Zusammenarbeit im Team weiterentwickeln.
- Veränderungen nachhaltig umsetzen: Mitarbeitende werden aktiv beteiligt und entwickeln gemeinsam Lösungen, die im Arbeitsalltag erprobt und angepasst werden können.
- Unternehmen strategisch weiterentwickeln: Betriebliche Strukturen und Arbeitsweisen so aufstellen, dass Unternehmen schneller und eigenständiger auf zukünftige Veränderungen reagieren können.
Ziel ist es, die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken und gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu schaffen. Auf der regionalen INQA-Seite werden unter anderem Prozessoptimierung, Automatisierung, Mitarbeiterführung, Teamentwicklung, Recruiting und strategische Unternehmensentwicklung als mögliche Themenfelder genannt.
Wer kann die Förderung nutzen?
Grundsätzlich richtet sich INQA-Coaching an kleine und mittlere Unternehmen. Förderfähig sind insbesondere Unternehmen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Das Unternehmen ist rechtlich selbstständig, gehört den freien Berufen an oder ist ein gemeinnütziges Unternehmen.
- Sitz und Arbeitsstätte befinden sich in Deutschland.
- Das Unternehmen besteht zum Zeitpunkt der Ausstellung des INQA-Coaching-Schecks bereits mindestens zwei Jahre am Markt.
- Im letzten Geschäftsjahr sowie zum Zeitpunkt der Erstberatung und zum Start des Coachings besteht mindestens ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis in Vollzeit.
- Das Unternehmen beschäftigt weniger als 250 Mitarbeitende (Jahresarbeitseinheiten).
- Der Jahresumsatz beträgt höchstens 50 Millionen Euro oder die Jahresbilanzsumme höchstens 43 Millionen Euro.
Ob die Voraussetzungen im konkreten Fall erfüllt sind, wird vor Beginn des Coachings durch die zuständige INQA-Beratungsstelle (IBS) geprüft.
Wie hoch ist die Förderung?
Gefördert werden bis zu zwölf Beratungstage. Das Coaching kann sich über einen Zeitraum von maximal sieben Monaten erstrecken. Pro Beratungstag können bis zu 1.200 Euro netto angesetzt werden. Davon werden 80 Prozent der Beratungskosten gefördert.
Bei vollständiger Ausschöpfung von zwölf Beratungstagen ergeben sich Beratungskosten von maximal 14.400 Euro netto. Davon werden bis zu 11.520 Euro gefördert; der Eigenanteil des Unternehmens beträgt entsprechend 2.880 Euro netto.
Wie läuft die Teilnahme ab?
Erster Ansprechpartner ist die regionale INQA-Beratungsstelle. In einem Erstgespräch wird geprüft, ob das Unternehmen förderfähig ist und welcher Veränderungsbedarf besteht. Anschließend kann ein INQA-Coaching-Scheck ausgestellt werden. Mit diesem wählt das Unternehmen einen autorisierten INQA-Coach aus und startet den eigentlichen Beratungsprozess.
Das Programm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) finanziert.
Kontakt zum Ansprechpartner, weitere Informationen, Terminvereinbarung für ein Erstberatungsgespräch:
INQA-Beratungsstelle Mittelhessen und Wetteraukreis
Erstberater/Projektmanager Thomas Marterer
ZAUG gGmbH, Am Urnenfeld 33, 35396 Gießen
Telefon 0641 797966-14
E-Mail INQA-Coaching-Mittelhessen@zaug.de
INQA-Beratungsstelle Mittelhessen und Wetteraukreis
Erstberater/Projektmanager Thomas Marterer
ZAUG gGmbH, Am Urnenfeld 33, 35396 Gießen
Telefon 0641 797966-14
E-Mail INQA-Coaching-Mittelhessen@zaug.de