IHK Limburg
Wirtschaftsplan 2026
Die Vollversammlung der IHK Limburg hat in ihrer Sitzung am 25. November 2025 die Wirtschaftssatzung und den -plan für das Wirtschaftsjahr 2026 verabschiedet.
Für die Wirtschaftsplanung der IHK Limburg stellt es sich aktuell so dar, dass sich die deutsche Volkswirtschaft in einer angespannten konjunkturellen Lage befindet und nicht im Gesamten, sondern nur in einigen Branchen, eine Trendwende mit einer leichten konjunkturellen Entwicklung gegeben ist. Die vorliegende Auftragslage wird derzeit in vielen Wirtschaftsbereichen als nicht zufriedenstellend eingeschätzt. Die DIHK rechnet aufgrund der Konjunkturumfrage Herbst 2025 mit einem Wachstumstrend für das Jahr 2026 von 0,7%. Dies ist auf unterschiedliche Sachverhalte/Faktoren zurückzuführen. Die politischen Rahmenbedingungen wirken sich nicht fördernd auf die Wirtschaft aus und es sind beispielsweise steigende Energie- und Rohstoffkosten sowie ein hoher bürokratischer Aufwand zu verzeichnen. Aber auch seit den letzten Jahren wirken sich weitere Prozesse von außen auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Insbesondere u.a. der Beginn und das Anhalten des Russland-/Ukraine-Krieges sowie das Agieren der US-Administration mit bspw. der Politik von Zusatzzöllen. Letztlich lassen sich derzeit die haushalterischen Folgen, auch aufgrund der Systematik des IHK-Beitragsrechts, nicht abschließend beurteilen. Im Rahmen der Wirtschaftsplanung wurde von Annahmen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Wirtschaftsplans ausgegangen.
Die Wirtschaftssatzung sieht unter Ziffer I. 1 vor, dass der Erfolgsplan mit Erträgen in Höhe von 3.936.800 Euro und Aufwendungen in Höhe von 4.730.800 Euro abschließt und der Saldo der Rücklagenveränderung sich unter Beachtung des Vortrags in Höhe von 881.700 Euro auf -87.700 Euro beziffert. Im Finanzplan unter Ziffer I. 2. liegt keine Investitionseinzahlung vor und die Investitionsauszahlungen beziffern sich auf einen Betrag in Höhe von 113.900 Euro.
Der Erfolgsplan weist nach der Planung ein negatives Jahresergebnis in Höhe von 794.000 Euro sowie den vorstehend bezifferten Ergebnisvortrag aus. Im Bereich der anderen Rücklagen sieht die Wirtschaftsplanung 2026 Entnahmen in Höhe von 112.300 Euro und Einstellungen in Höhe von 200.000 EUR vor. Durch den geplanten Ergebnisvortrag und der vorgesehenen Entnahmen und Einstellungen im Bereich der Rücklagen wurde der Ausgleich des Erfolgsplan erreicht.
Der Erfolgsplan stellt sich im Detail wie folgt dar:
Rund 40 Prozent der geplanten Betriebserträge in Höhe von 3.725.200 Euro sind auf die Umlagezahlungen der IHK-Mitglieder mit einem Volumen von 1.480.000 Euro zurück zu führen.
Der Grundbeitrag wird unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit des IHK-Mitgliedsbetriebes nach einer Staffelung erhoben. Die Planung geht davon aus, dass rd. 34 Prozent der Betriebserträge, d. h. 1.285.000 Euro hierdurch erzielt werden.
Die weiteren betrieblichen Erträge werden durch Gebühren in Höhe von 661.000 Euro (rd. 18 Prozent, beispielsweise durch Eintragung von Ausbildungsverhältnissen, Erlaubniserteilung und Registrierung der Versicherungsvermittler sowie der Finanzanlagenvermittler, Registrierung der Immobiliardarlehensvermittlern, die Durchführung von Fach-/Sachkundeprüfungen und die Ausstellung von Außenwirtschaftsdokumenten) und durch Entgelte in Höhe von 249.700 Euro (rd. 7 Prozent, beispielsweise für die Durchführung von Seminaren oder Lehrgängen, Adressauskünfte) erwirtschaftet. Für sonstige betriebliche Erträgen wurde ein Planansatz von 49.500 Euro vorgesehen (rd. 1 Prozent).
Auf der Aufwandsseite des Erfolgsplanes entfällt der größte Anteil mit 2.510.700 Euro auf die Personalaufwendungen (rd. 54 Prozent des geplanten Betriebsaufwands), wie es bei personalintensiven Dienstleistungseinrichtungen nachvollziehbar ist.
Der Materialaufwand umfasst ein Volumen von 565.000 Euro (rd. 12 Prozent des geplanten Betriebsaufwands), die Abschreibungen einen geplanten Betrag von 131.200 Euro (rd. 3 Prozent des geplanten Betriebsaufwands) und der sonstige betriebliche Aufwand beziffert sich planerisch auf 1.424.200 Euro (rd. 31 Prozent des geplanten Betriebsaufwands).
Das Finanzergebnis wurde auch unter Berücksichtigung des zu erwartenden Zinsniveau mit einem Betrag in Höhe von 117.200 Euro geplant.
Der Finanzplan für das Wirtschaftsjahr 2026 sieht unter Berücksichtigung des Plan-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie aufgrund von Investitionsmaßnahmen eine Veränderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von 938.400 Euro vor.