Pressemeldung
Region und Wirtschaft im Zeitraffer
Zum zehnten Geburtstag am Standort hatten die IHK Hochrhein-Bodensee und das Bodenseeforum Konstanz gemeinsam zum Sommerfinale am Seerhein eingeladen. Seit 2016 teilen sich beide Einrichtungen die Reichenaustraße 21. „Das Programm des Sommerfinales sollte unsere Angebote, Themen und Ziele wie im Zeitraffer an einem Tag erlebbar machen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Katrin Klodt-Bußmann zum Tag der offenen Türen am 13. September.
Lieblingsorte am Seerhein
Star des Tages war das Gebäude mit seiner Architektur, Aussicht und Lage. IHK-Präsident Thomas Conrady schilderte bei der Eröffnung, welche Möglichkeiten sich am Seerhein auftaten, nachdem der vorherige Konstanzer Standort zu klein geworden war und nicht mehr den Anforderungen an einen zeitgemäßen, offenen Kammersitz entsprach.
Mehrere Gestalter von damals und heute kamen beim Sommerfinale zusammen. In Themenführungen öffneten sie Perspektiven auf Architektur, Technik und Transformation des Wirtschaftsstandorts Konstanz. Auch ohne Denkmal zu sein, schlugen unter anderem diese Programmpunkte in der Reichenaustraße 21 eine Brücke zum Tag des offenen Denkmals mit dem diesjährigen Motto „NetzWERKE: Denkmal & Infrastruktur“. So sprachen im Eröffnungspodium Bodenseeforum-Geschäftsführerin Ruth Bader und IHK-Hauptgeschäftsführerin Katrin Klodt-Bußmann mit dem Architekten Martin Krehl und der Innenarchitektin Gerda Schmidt über ihre Erfahrungen zum „Upcycling eines Gebäudes“. Und sie stellten eine der zentralen Fragen zum Standortgeburtstag: Welches ist hier Ihr Lieblingsort? „Dank bestem Wetter beim Sommerfinale dürfte auf unseren Etagen die IHK-Dachterrasse als Begegnungsort ganz vorne liegen“, vermutet Katrin Klodt-Bußmann.
Entdeckungen für viele Zielgruppen
Drinnen in der IHK reisten die Gäste beim Sommerfinale zum Beispiel mit Fotograf Achim Mende durch ein Jahrzehnt Konstanzer Geschichte am Seerhein, begleiteten das IHK-Geschäftsfeld International um die Welt, blickten hinter Rechtsmythen oder tauchten mit Locationscout Rudi Janssen in die Entstehung von Wapo Bodensee ein. Während das Podium junge Wirtschaft diskutierte, warum das „Warum“ beim Gründen wichtig ist und welche positive Seite das Wort „Risiko“ hat, fragte ein weiteres Podium: Was wären Konstanz, Baden-Württemberg und Deutschland ohne die Schweiz? Und umgekehrt, was wäre die Schweiz ohne Deutschland? Ein Beispiel, das Uwe Böhm als IHK-Geschäftsführer International hervorhob: Baden-Württemberg würde das zweitgrößte Exportland fehlen. Was die beiden Nachbarn und deren Wirtschaft im Grenzraum verbindet, stand im Zentrum des Podiums, das ebenfalls Südkurier-Chefreporter Jörg-Peter Rau moderierte. Die Schweizer Perspektive beleuchteten unter anderem Jonas Belina, Botschaftsrat bei der Schweizerischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland, und Jérôme Müggler, Direktor der IHK Thurgau. „Ich bin jedes Mal beeindruckt von ihrer außergewöhnlichen Expertise und der kontinuierlichen vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern“, sagt Katrin Klodt-Bußmann.
Im Bodenseeforum entstanden währenddessen beispielsweise mehrere Erlebnisflächen und sogenannte Spielräume. Die Open Stage wurde zur Bühne für Künstlerinnen und Künstler der Region, die sich im Vorfeld mit Beiträgen beworben hatten.
Gemeinsamer Kraftakt
Es sei herausfordernd gewesen, die vielfältigen IHK-Geschäftsbereiche „Region entwickeln“, „Unternehmen fördern“ und „Menschen bilden“ in einem Programm von nur fünf Stunden gleichzeitig sichtbar zu machen, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführerin Katrin Klodt-Bußmann. Denn als „Selbstverwaltung der Wirtschaft“ übernimmt die IHK ein breites Aufgabenspektrum, darunter hoheitliche Tätigkeiten zum Beispiel für den Außenhandel und die Ausbildung. Allein im Landkreis Konstanz begleitete sie im vergangenen Jahrzehnt mehr als 10.000 Auszubildende. Zugleich vertritt die IHK die Gesamtinteressen der gewerblichen Wirtschaft und bietet Services für rund 40.000 Mitgliedsunternehmen im Kammergebiet Hochrhein-Bodensee.
Beim Sommerfinale standen mehr als 50 IHK-Kolleginnen und Kollegen für Gespräche bereit, packten mit an und stellten die Reichenaustraße 21 als Beratungs-, Bildungs-, Prüfungs- und Veranstaltungsort vor. Mehrere Partner und Netzwerke aus der Stadt und der Region waren für den Tag der offenen Türen an einem Sonntag an den Seerhein gekommen. „Das Sommerfinale war in dieser Form nur möglich, weil wir – IHK und Bodenseeforum – eine eingespielte und eine einander wertschätzende Wohngemeinschaft sind“, so Katrin Klodt-Bußmann. Getragen werde die enge Zusammenarbeit von den Menschen beider Einrichtungen, verstärkt werde sie durch das geteilte Ziel der Vernetzung.
2 Institutionen, 1 Gebäude: Die IHK Hochrhein-Bodensee und das Bodenseeforum Konstanz teilen sich seit zehn Jahren die Reichenaustraße 21. Ruth Bader und Katrin Klodt-Bußmann begrüßten die Gäste zum Sommerfinale.
IHK-Präsident Thomas Conrady und Oberbürgermeister Uli Burchardt eröffneten das Sommerfinale und den Tag des offenen Denkmals – auch als Zeitzeugen für die gemeinsame Geschichte am Seerhein.
Themenführungen warfen Schlaglichter auf die Reichenaustraße 21. Die Tour von Peter Fath, früherer Technikvorstand des Unternehmens Centrotherm, machte Station unter anderem auf der IHK-Dachterrasse.
Der Tag der offenen Türen in der Reichenaustraße 21 brachte Gestalter von damals und heute zusammen. Bei bestem Wetter war die IHK-Dachterrasse besonders beliebt.
Rechtzeitig zum Ende der Sommerferien waren 100 Schultüten eine Attraktion für die besonders jungen Gäste.
Der „Drehort“ wurde beim Sommerfinale mit Fotograf Achim Mende zum Kino – mit einem Überflug von Konstanz durch das Kammergebiet Hochrhein-Bodensee.
