Pressemeldung 29.09.2021

Unternehmen fordern Aufbruch von der neuen Bundesregierung

Digitalisierung, berufliche Bildung, Nachhaltigkeit und Infrastruktur als Top-Themen
„Die Unternehmen sind zum großen Teil längst auf dem Weg in die Digitalisierung und bereit für die Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft“, sagt Dr. Nicole Grünewald, Präsidentin der IHK Köln. „Jetzt wünschen sie sich dringend genau so eine Aufbruchstimmung von der Politik und kein einfaches ‚Weiter-So!’“
Stattdessen zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Befragung die Realität: Die Unternehmen beklagen lange Planungs- und Genehmigungsverfahren, zu wenig Fortschritt bei digitalen Services und fehlende digitale Infrastruktur. Die Themen Digitalisierung und zu viel Bürokratie treiben die regionale Wirtschaft nach wie vor um. „Außerdem mangelt es immer häufiger und in immer mehr Branchen an qualifizierten Fachkräften“, sagt Grünewald. „Auch die Politik ist nun gefragt, sich an Schulen und bei Eltern viel stärker als bisher für die berufliche Bildung als Alternative zum Studium einzusetzen. Dazu gehören auch Investitionen in attraktive Berufsschulen!“
Die großen Themen Klimaschutz und Infrastruktur stehen aus Sicht der Unternehmen ebenfalls oben auf der To-Do-Liste für die neue Bundesregierung. „Wir brauchen für die nächsten Jahre einen nachvollziehbaren Plan aus Zielen und Maßnahmen für den Klimaschutz, damit unternehmerische Investitionen kalkulierbar und wir international wettbewerbsfähig bleiben“, so Grünewald. „Schlüssige Planung und verlässliche Umsetzung sind unverzichtbar. Dies gilt auch für den Ausbau der Infrastruktur: Stromnetze, Datennetze und Verkehr bis hin zu einer Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Dazu müssen Bund, Land und Kommunen eng zusammenarbeiten. Darüber hinaus muss unsere Energieversorgung sicher und bezahlbar bleiben. Stillstand, Stückwerk und Verteuerung gefährden die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland!“