Pressemeldung, 9. Dezember 2021

„Wichtige Standortfaktoren“: Haushaltspläne sind positives Signal an Waldbröler Unternehmen

Die IHK Köln begrüßt die Pläne der Stadt Waldbröl, die Realsteuerhebesätze zu senken.
Konkret senkt Waldbröl den Gewerbesteuerhebesatz von 575 auf 565 Punkte und den Hebesatz der Grundsteuer B von 765 auf 755 Punkte. „Beide Steuersätze sind wichtige Standortfaktoren für die Waldbröler Unternehmen“, sagt IHK-Vizepräsident Sven Gebhard. Für ihn ist die Steuersenkung ein richtiges und wichtiges Signal von Politik und Verwaltung in Richtung der lokalen Wirtschaft: „Endlich wird die Steuerspirale nach oben durchbrochen; die Betriebe vor Ort werden zumindest symbolisch entlastet,“ sagt der geschäftsführende Gesellschafter der GC-heat Gebhard GmbH & Co. KG.
Insbesondere die Gewerbesteuer ist aus Sicht der IHK Köln ein wichtiger Hebel, um die Belastung der Firmen zu senken. Die IHK-Konjunkturumfrage Herbst 2021 hat gezeigt, dass über ein Drittel der Unternehmen in Oberberg vor Ort mehr investieren will als zuvor geplant. Die Absenkung der Hebesätze wird es den Betrieben leichter machen, sich für eine Investition in Maschinen und Anlagen vor Ort zu entscheiden. Auch die angestrebte Senkung der Grundsteuer B wird von der IHK Köln begrüßt. Schließlich ist auch die Grundsteuer B eine Substanzsteuer, die unabhängig vom Gewinn von Unternehmen zu zahlen ist.
Die Gewerbesteuerzahlungen der ortsansässigen Unternehmen sind neben den Landeszuweisungen die zweitwichtigste Einnahmequelle der Stadt. Anders als in einigen Kommunen des IHK-Bezirks ist Waldbröl allerdings nicht von Gewerbesteuerausfällen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen. Die Zuweisung aus der Einkommensteuer ist dagegen aufgrund der vermehrten Kurzarbeit zurückgegangen.
Für Sven Gebhard zeigt sich die Waldbröler Unternehmensstruktur aufgrund des Branchen-Mix im Großen und Ganzen krisenrobust. Allerdings ist der Wachstumspfad aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch immer mit Unsicherheiten behaftet. Umso wichtiger ist es, den lokalen Wirtschaftsstandort durch die Weiterentwicklung und Vermarktung des neuen Gewerbe­gebietes Boxberg 5 zu stärken. Denn, so Sven Gebhard: „Je mehr Unternehmen Gewerbesteuer zahlen, umso geringer kann die Steuerlast für die einzelnen Betriebe sein. Eine Chance für Waldbröl, den auch nach der Senkung immer noch sehr hohen Gewerbesteuerhebesatz weiter zu reduzieren und so als Wirtschaftsstandort attraktiver zu werden – für bereits ansässige Unternehmen und solche, die es werden sollen.“