Pressemeldung, 5. Oktober 2020

Berufsorientierung im Vorbeigehen

Heute Schule – und was kommt danach? Schülerinnen und Schüler im IHK-Bezirk Köln bekommen für diese Frage eine neue Informationsquelle. Nach und nach werden nun die ersten 15 von insgesamt 25 „Zukunftssäulen“ in Haupt-, Real- und Gesamtschulen, Gymnasien und Berufskollegs im IHK-Bezirk Köln aufgestellt.
Dort finden Schulabgänger und jüngere Schülerinnen und Schüler quasi „im Vorbeigehen“ digitale und analoge Infos zu Ausbildungsberufen, Berufsmessen, Azubi-Speeddating oder Kontaktdaten von Ausbildungsberatern und -Ausbildungsstellenvermittlern der IHK Köln.
Christopher Meier, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Köln, sieht die Zukunftssäulen als neuen wichtigen Informationsbaustein für die Berufsausbildung: „Damit können wir unsere Angebote direkt an die Jugendlichen herantragen.“ Diese Nähe bekomme in Corona-Zeiten nochmal ein ganz besonderes Gewicht: „Altersgerecht aufbereitete Infos und Angebote, WhatsApp-Kontaktmöglichkeiten oder Video-Beratung sprechen sich unter den Jugendlichen rum. Das hat sich zum Beispiel auch bei unserem Azubi-Speeddating im RheinEnergie-Stadion mit jeweils rund 1.800 Besucherinnen und Besuchern bis letztes Jahr gezeigt, für das wir inzwischen kaum noch Werbung machen müssen.“

25 Zukunftssäulen an weiterführenden Schulen in Planung

Die erste Zukunftssäule ist bereits an der Johannes-Gutenberg-Schule in Betrieb. Für Konrektor Volker Baumjohann ist sie eine sinnvolle Ergänzung des Konzepts an der Realschule: „Die Berufsorientierung ist schon sehr lange ein wichtiger Bestandteil in unserem Schulprogramm. Seit die Landesregierung das Projekt ‚Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)' an den Start gebracht hat, ist sie nochmal wichtiger geworden. Denn die Schülerinnen und Schüler sollen während ihrer gesamten Schullaufzeit vielfältig und kontinuierlich Berufe und Berufsfelder kennenlernen und theoretische, wie auch praktische Erfahrungen sammeln.“ Die Schule investiere viel Zeit und Energie, um die Jugendlichen dabei unterstützen, „sich für die Arbeitswelt zu interessieren, sich in vielfältigen Berufen zu orientieren und sie befähigen, eine begründete Berufswahl selbstständig und eigenverantwortlich zu treffen.“ Mit Erfolg: Die Schule hat für ihre „hohen Standards der Angebote“ von der Stadt Köln das Berufswahlsiegel erhalten, das sie noch bis 2022 führen darf. Außerdem pflegt sie eine KURS-Partnerschaft (Kooperation Unternehmen der Region und Schulen) mit einem Betrieb im Stadtteil und lädt regelmäßig junge Ausbildungsbotschafter der IHK Köln ein, die Schülerinnen und Schülern über ihre praktischen Erfahrungen als Azubis berichten.
IHK-Geschäftsführer Christopher Meier setzt auch bei den Zukunftssäulen auf den Multiplikator-Effekt und das Weitersagen unter den Jugendlichen: Corona-bedingt sind immer noch viele Ausbildungsstellen unbesetzt. Junge Leute, die jetzt noch aus einem Nebenjob oder einer berufsvorbereitenden Klasse in eine Ausbildung wechseln, können sich die verspäteten Monate auf die Ausbildung anrechnen lassen. Das gilt für alle, die bis zum 31. Januar 2021 eine Ausbildung beginnen.
Das Pressefoto im Download-Bereich dieser Seite steht unter der Quellenangabe „Foto: IHK Köln/Nadine Preiß“ zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung.
Das Foto zeigt von links nach rechts: Christopher Meier (Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Köln), Konrektor Volker Baumjohann, Anja Lopez (Koordinatorin für Berufliche Orientierung an der Johannes-Gutenberg-Schule) und Carsten Berg (Leiter Ausbildung operativ der IHK Köln).