Pressemeldung, 22. Juni 2020

Betrieben aus Kultur- und Veranstaltungsbranche fehlt weiterhin Perspektive

Von den Unternehmen in unserer Region, die nicht oder nur kaum von den zahlreichen Lockerungen der vergangenen Wochen profitiert haben, ist ein großer Teil in der Veranstaltungsbranche aktiv“, sagt Dr. Ulrich S. Soénius, Geschäftsführer für Standortpolitik der IHK Köln. Die „Night of Light“, wenn in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni Kultur- und Veranstaltungsstätten in Rot angestrahlt werden, sei daher ein Fanal für die Situation vieler Betriebe in der Branche. „Die Lage ist für viele Unternehmen in diesem Bereich weiterhin sehr angespannt.“
Gerade für Köln und die Region sei insbesondere die Kultur- und Kreativwirtschaft ein wichtiger Standortfaktor. 2018 erzielten die rund 12.600 Unternehmen im IHK-Bezirk aus diesem Bereich knapp zehn Milliarden Euro Umsatz. Das ist ein Viertel des Branchenumsatzes in ganz Nordrhein-Westfalen. „Es ist für unsere Region sehr wichtig, dass diese Branche die Krise so gut wie möglich übersteht“, sagt Soénius. Bei ihren Unterstützungsmaßnahmen müssten die politischen Entscheider in Rechnung stellen, dass laut der jüngsten Vereinbarung von Bund und Ländern Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober noch nicht wieder möglich sein sollen.