Pressemeldung, 7. April 2020

Logistikbetriebe und ihre Fahrer benötigen in Corona-Krise jede Unterstützung

Die Dienste der Unternehmen in der Logistikbranche und ihrer Mitarbeiter sind in der Corona-Krise von entscheidender Bedeutung, um trotz verschiedener Einschränkungen die Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft aufrechtzuerhalten. Trotzdem berichten Unternehmen und Verbände vermehrt, dass ihren Fahrern bei Kunden in Industrie und Großhandel der Zugang zu den sanitären Anlagen verweigert werde.
„Diese Entwicklung ist sehr bedauerlich“, sagt Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln. „Es ist im Interesse aller Beteiligten, dass der Transport möglichst reibungslos ablaufen kann. In der Krise ist der Job für die Fahrer schon herausfordernd genug. Daher sollte ihnen die Arbeit möglichst erleichtert und nicht auch noch erschwert werden.“
„Gerade jetzt, wo die Logistikkette einwandfrei funktionieren muss und die Logistikunternehmen mit ihren Beschäftigten dringend benötigt werden, ist die Einhaltung der hygienischen Vorschriften besonders wichtig", sagt Dr. Ulrich Soénius, stellv. Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Köln und Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik. Wegen der angeordneten Schließung von Restaurants und Imbissstuben – dies hat vielerorts auch das Angebot auf den Autobahn-Raststätten deutlich eingeschränkt – sowie den Verzögerungen im grenzüberschreitenden Verkehr sind die Fahrer derzeit umso mehr auf Unterstützung angewiesen.
„Unternehmen, die sich um ihre Beschäftigten sorgen, müssen dies auch für die Fahrerinnen und Fahrer von Logistikunternehmen leisten. Da dürfen keine zwei Klassen entstehen", sagt Soénius. Wenn überall "Händewaschen" gefordert werde, müsse es dazu auch die Möglichkeit geben. Eine gute Geste sei es sicherlich auch, den Fahrern unter Wahrung der Hygiene- und Kontaktbeschränkungsvorschriften einen Kaffee oder Imbiss anzubieten. Soénius: „Wir müssen alles dafür tun, dass die Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft aufrecht erhalten bleibt!“