Pressemeldung, 4. Juni 2020

IHK Köln begrüßt Konjunkturprogramm des Bundes

Die IHK Köln begrüßt, dass der Bund mit einem groß angelegten Konjunkturprogramm die durch die Corona-Krise betroffenen Unternehmen und die allgemeine Wirtschaftsentwicklung fördern will.
„Nach der ersten Nothilfe ist ein solches Programm angesichts der großen Einbußen und der teilweise dramatischen Situation in Branchen wie der Gastronomie oder der Kultur- und Kreativwirtschaft sehr wichtig“, sagt Dr. Ulrich S. Soénius, stv. Hauptgeschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik der IHK Köln. Es sei gut, dass der Bund dabei auf branchenübergreifende Lösungen und steuerliche Erleichterungen setze.
Entscheidend sei jedoch, wie die außerdem angekündigten Planungsbeschleunigungen und Bürokratieerleichterungen in der Praxis umgesetzt werden. „Wir erleben seit Jahren, dass wichtige Infrastrukturvorhaben immer wieder verzögert werden und Unternehmen mit zusätzlicher Bürokratie konfrontiert sind. Diesen Trend jetzt umzukehren, wäre tatsächlich ein großer Wurf.“
Wie sich die Absenkung des Mehrwertsteuersatzes in der Praxis auswirke, müsse abgewartet werden, sagt Soénius. „Die beschlossenen Erleichterungen im Steuerbereich, etwa die degressive Abschreibung, sind hilfreich. Bei der Mehrwertsteuer besteht aber die Gefahr, dass die Unternehmen bei dieser temporären Maßnahme vor allem viel Zeit und Energie in die Umstellung stecken müssen, von der Preisauszeichnung bis zur Steuererklärung.“
Die weiteren Maßnahmen, sowohl die neuen Überbrückungshilfen als auch die Maßnahmen zur Stützung von Ausbildungsbetrieben und die Förderung von Forschung und Investitionen seien grundsätzlich allesamt sehr gut geeignet, vielen betroffenen Unternehmen in der Region Köln zu helfen. Die Vorhaben müssten jetzt nur schnell konkretisiert und unbürokratisch umgesetzt werden, erst dann könne man das gesamte Paket auch wirklich beurteilen.