Pressemeldung, 16. Januar 2020

Kompromiss beim Kohleausstieg ist eine gute Nachricht für die regionale Wirtschaft

Die Bundesregierung und die besonders vom Ende der Kohleverstromung betroffenen Länder haben sich in der vergangenen Nacht auf einen Kompromiss und einen Abschaltplan für die Kohlekraftwerke geeinigt.
„Das ist erst einmal eine gute Nachricht für die regionale Wirtschaft und die betroffenen Unternehmen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Ulf Reichardt. „Unternehmerisches Handeln braucht Planungssicherheit. Der Rahmen für den Strukturwandel im Rheinischen Revier sollte nun gesetzt sein und nicht wieder in Frage gestellt werden. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an.“
Damit sich der Anstieg bei den Energiekosten nicht weiter fortsetzt, müssten der Ausbau der erneuerbaren Energien und des Stromnetzes aber wieder deutlich beschleunigt werden, so Reichardt. Die hohen Kosten seien im internationalen Vergleich schon jetzt ein Wettbewerbsnachteil für die hiesigen Unternehmen.
Bei den geplanten Hilfen für die Braunkohleregionen komme es zudem auf die genaue Ausgestaltung an, sagt Elisabeth Slapio, Geschäftsführerin des Geschäftsbereichs Innovation und Umwelt der IHK Köln: „Wir brauchen bessere Abschreibungsbedingungen und Steuererleichterungen für die Unternehmen, vor allem aber beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren.“