Pressemeldung, 3. Juli 2020

IHK Köln zur Kommunalwahl im Oberbergischen Kreis: Konzepte für die Fachkräftesicherung vorlegen

Die IHK Köln hat für die Kommunalwahlen im September Wahlprüfsteine entwickelt, anhand derer sie die Programme der Parteien überprüfen wird. Die Erwartungen der regionalen Wirtschaft an die Politik entstanden auf Grundlage von Ergebnissen einer offenen Mitgliederbefragung, Kommentaren des Präsidiums und von den Mitgliedern der Vollversammlung sowie bestehenden Resolutionen und Positionspapieren zu lokalen Themen.
Mit Blick auf die sehr großen Herausforderungen durch die Corona-Krise sollten alle „Ressourcen auf die Überwindung der Krise“ gerichtet werden, was auch eine Überprüfung von freiwilligen kommunalen Leistungen einschließt, heißt es in den Wahlprüfsteinen. Neben der Senkung der Steuer- und Abgabenlast für die Unternehmen und unbürokratischen Hilfen in anstehenden Förder- und Genehmigungsverfahren wird auch eine engere Einbeziehung der Wirtschaft in die Entscheidungsprozesse der Krisenbewältigung gefordert: „Nach der Krise wird es darum gehen, unsere Region gemeinsam weiter nach vorne zu bringen.“

Mehrere mindestens 15 bis 20 Hektar große, zusammenhängende Industrieflächen erforderlich

Von den zukünftigen Mandatsträgern im Oberbergischen wird ein Bekenntnis zur Wirtschaft erwartet, das sich zum Beispiel in zukunftsgerechten Flächenkonzepten niederschlagen müsse. Dazu müssten mehrere mindestens 15 bis 20 Hektar große, zusammenhängende Industrieflächen ausgewiesen werden.
Eine zukunftsgerichtete Politik schließt zudem intelligente digitale Mobilitätskonzepte für den ländlichen Raum ein, genauso wie eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur durch einen dreispurigen Ausbau der A4 zwischen Köln-Ost bis Untereschbach und die Ertüchtigung der RB 25.

Fachkräftesicherung im ländlichen Raum

Speziell für den Oberbergischen Kreis steht die Fachkräftesicherung im ländlichen Raum ganz oben auf der kommunalpolitischen Agenda: Ein aktives Standortmarketing sei vonnöten, um die Region Oberberg als attraktiven Standort mit sehr guten Arbeitgebern bei potenziellen neuen Mitarbeitern zu vermarkten. Zusätzlich soll eine „Welcome“-Agentur die systematische Akquise und Betreuung von Fachkräften übernehmen, so die Forderung an die zukünftigen Mandatsträger.
Ein besonderes Augenmerk richtet die IHK Köln auf die besondere steuerliche Belastung der Unternehmen in der Region: Von den zukünftigen Mandatsträgern wird namentlich die Senkung der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer erwartet, bei denen mit Bergneustadt und Waldbröl gleich zwei oberbergische Kommunen unrühmliche Spitzenplätze einnehmen.
Die Forderungen an die Kommunalpolitik in den Regionen des IHK-Bezirks Köln sind auf www.ihk-koeln.de/229640 zusammengestellt.