Pressemeldung, 10. März 2020

IHK-Gremium Overath fordert mehr Gewerbeflächen und Umgehungsstraße

Das Wirtschaftsgremium Overath der Industrie- und Handelskammer zu Köln befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Haushalt der Stadt Overath.
Kämmerin Dominique Stölting präsentierte den Haushaltsplan 2020, zu dem es aus der Unternehmerschaft Lob und Kritik zugleich gab: Zwar kommt der Haushalt ohne eine Erhöhung der Hebesätze von Gewerbesteuer und Grundsteuer B aus, das Niveau ist im regionalen Vergleich allerdings sehr hoch. „Zu einem attraktiven Standort gehören auch attraktive Steuersätze“, sagt Bernd Supe-Dienes, Geschäftsführer der Dienes Werke und Vorsitzender des Gremiums. Er erinnert daran, dass nur 2 % der Fläche Overaths Gewerbeflächen sind, dort aber 20 % der Haushaltseinnahmen erwirtschaftet werden: „Um die Einnahmen durch die Gewerbesteuern zu erhöhen, sind neue Flächen notwendig – vor allem um Arbeits- und Ausbildungsplätze expansionswilliger Overather Unternehmen am Standort zu halten.“
Zu einem ersten Antrittsbesuch im Rheinisch-Bergischen Kreis konnte das Overather Wirtschaftsgremium die neugewählte IHK-Präsidentin Dr. Nicole Grünewald begrüßen. Die Kölner Unternehmerin möchte sich in ihrer Amtszeit vermehrt für die Unternehmen in der Region einsetzen und den Dialog mit Politik und Verwaltung vertiefen.
Bürgermeister Jörg Weigt und Beigeordneter Bernd Sassenhof, ständige Gäste im Gremium, informierten die Unternehmensvertreter über den in Overath wieder eingehaltenen Stickstoffdioxid-Grenzwert in der Hauptstraße. Gastgeber Dr. Michael Metten, dessen Warenverkehre auf dem Weg zur A3 in Richtung Süden idealerweise über die B 484 durch Overath abgewickelt werden, setzt sich schon seit langem für eine Ortsumgehung von Overath ein: „Zwar wurden im letzten Jahr erstmals seit Messbeginn die Grenzwerte für Luftschadstoffe wieder eingehalten, zur weiteren Verbesserung der Luftqualität im Ortskern und zur Verkehrsentlastung ist eine Ortsumgehung aber weiterhin notwendig." Der Bundesverkehrswegeplan 2030 führt die Ortsumgehung im weiteren Bedarf. Das Gremium plädierte ohne Gegenstimme für die politische Forderung nach einer ortsfernen Umgehung.