Pressemeldung, 27. Februar 2020

Fachkräfteeinwanderungsgesetz effizient und unbürokratisch umsetzen

Für die Unternehmen wird es immer schwieriger, genügend geeignete Fachkräfte zu finden. Zahlen dazu liefert der jährliche Fachkräftereport von IHK NRW und IHK Köln.
Der Report 2019 beziffert den Fachkräfte-Engpass in der IHK-Region Köln auf 61.000, in NRW auf 447.000 Fachkräfte. Im Jahr 2030 werden Industrie, Handel und Dienstleistungsbranche in der IHK-Region Köln rund 88.000 (NRW: 735.000) Fachkräfte fehlen. „Auch die schwächere Wirtschaftslage lindert die angespannte Fachkräftesituation in vielen Betrieben nicht. Zwar haben etwas weniger Betriebe Personalbedarf, aber die Probleme bei der Stellenbesetzung insgesamt sind nicht weniger geworden“, so Ulf Reichardt Hauptgeschäftsführer der IHK Köln.

Steigerung der Erwerbstätigenquote von Frauen und Älteren bietet Potenzial

Potenzial für eine bessere Fachkräftesicherung sieht die IHK Köln vor allem bei der Steigerung der Erwerbstätigenquote von Frauen und Älteren sowie bei der Qualifizierung von Un- und Angelernten. „Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz kommt ab dem 1. März 2020 eine weitere Stellschraube für die Unternehmen hinzu“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Reichardt weiter. „Wie groß dieser Beitrag sein wird, hängt letztlich davon ab, ob eine effiziente und unbürokratische Umsetzung in der Praxis gelingt – das gilt vor allem mit Blick auf die Kooperation von der Zentralstelle Fachkräfteeinwanderung NRW, Anerkennungsstellen und Auslandsvertretungen.“
Die IHK Köln hat alle Infos zum Gesetz, zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, nützliche Telefonnummern und Mailadressen sowie die Beratungsangebote der IHK Köln für Unternehmen und ausländische Fachkräfte auf ihrer Homepage (www.ihk-koeln.de/217702)
zusammengestellt. In ihrer Mitgliederzeitschrift „IHKplus“ hat sie Unternehmerinnen und Unternehmer aus Köln und der Region, die bereits Menschen aus so genannten Drittstaaten außerhalb der EU beschäftigen, zu dem neuen Gesetz befragt: Sie berichten in dem Artikel „Know-how aus der ganzen Welt“ von ihrer Personalsuche, bisherigen Erfahrungen und ihren Erwartungen an das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz.